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So holen Sie mit einem Dispokredit Ihr Konto aus dem Minus

So holen Sie mit einem Dispokredit Ihr Konto aus dem Minus
geschrieben von Burkhard Strack

Der Dispokredit ist eine der am häufigsten genutzten Kreditformen, um ein Konto aus dem Minus wieder in die grünen Zahlen zu bewegen. Er wird von der Bank angeboten, bei der auch das dazugehörige Girokonto unterhalten wird. Wie immer bei Krediten, ist auch der Dispokredit mit einem Zinssatz verbunden, welcher sich auf eine vorher festgelegte Höhe (in Prozent) beziffert.

Dass das eigene Girokonto in die roten Zahlen gerät, kann schon einmal vorkommen. Beispielsweise wenn eine teurere Anschaffung kurzfristig notwendig wird, Reparaturen anfallen oder in den vergangenen Monaten schlicht ein geringes oder gar kein Einkommen bestand. Sind die Reserven auf dem Konto aufgebraucht, geht dieses bei einem vollwertigen Girokonto automatisch ins Minus. Hier gilt es jedoch zwischen einer ungewollten Überziehung und einem Dispokredit zu unterscheiden.

So heben Sie Ihr Konto aus dem Minus

Der Begriff setzt sich aus den Wörtern "Disposition" und "Kredit" zusammen. Disposition bedeutet so viel wie "Verfügung" oder "verfügbar". Wird mit der Bank ein Dispokredit vereinbart, stellt diese Ihnen also willentlich einen Kredit zur Verfügung.

Überziehen Sie ein Konto ohne diesen Rahmen, kommt es hingegen zu einer nicht willentlichen Überschreitung Ihres Limits, was wiederum mit hohen Kosten gegenüber dem Bankinstitut verbunden ist. Beide Varianten gelten nicht als rentabel, auch ist ein Dispositionskredit lediglich als absolute Notlösung vorgesehen – eben da er in puncto Zinssatz nicht mit einem klassischen Ratenkredit mithalten kann.

Überziehungen und rote Zahlen vermeiden

Um ein Konto aus dem Minus zu holen und damit die ungewollte Überziehung zu vermeiden, ist der Dispokredit eine kurzfristige Lösung. Die dafür fälligen Zinssätze unterscheiden sich zwischen den Banken, für gewöhnlich muss aber mit 10 Prozent oder mehr gerechnet werden.

Daher ist es umso wichtiger, diesen Kredit schnellstmöglich wieder auszugleichen beziehungsweise umzuschulden – beispielsweise indem die notwendige Summe über einen einfachen Ratenkredit aufgenommen wird, dessen Zinssatz sich in den meisten Fällen eher um die 5 Prozent bewegen sollte.

Holen Sie Ihr Konto aus dem Minus und nutzen dafür einen Dispositionskredit, muss dieser nicht über monatliche Ratenzahlungen beglichen werden. In Ihrem Interesse ist es aufgrund des hohen Zinssatzes aber dennoch nötig, dass dieser möglichst schnell abgelöst wird. Dafür lohnt es sich auch, ein Sparbuch aufzulösen oder Geld vom Tagesgeldkonto abzuheben. Die Verzinsungen bewegen sich in beiden Fällen weit unter dem Niveau, was für die Nutzung eines Dispokredits erhoben wird.

Wird der für den Dispokredit vereinbarte Rahmen überzogen, kann das sogar weitere Auswirkungen für Sie als Kontoinhaber bedeuten. Denkbar sind dann noch stärker erhöhte Kosten (wegen der Überziehung) oder sogar eine vollständige Kündigung des Bankkontos. In diesen Fällen entscheidet die Kulanz der Bank.

Ideal zum Ausgleich von kurzfristigen Engpässen

Möchten Sie Ihr Konto aus dem Minus holen, weil beispielsweise eine vorherige Abbuchung oder Rechnung vernachlässigt wurde, ist der Kredit ideal, um die Zeit bis zum nächsten Gehalt oder überwiesenem Geld auszugleichen. Obwohl sich diese Kreditform so sehr gut dafür eignet, das Konto aus dem Minus zu holen, birgt sie weitere Gefahren für den Schuldner.

Unter Umständen könnte, vor allem bei einem geringen Einkommen, eine Schuldenspirale in Kraft treten. Bei dieser verursachen die hohen Zinssätze für den Dispokredit weitere finanzielle Belastungen, die durch das Einkommen nicht vollständig ausgeglichen werden können – wodurch sich ein Kreislauf aus weiteren Zinsschulden ergibt.

Daher sollten Sie schon im Vorfeld versuchen sicherzustellen, dass der Kredit idealerweise gar nicht erst genutzt wird. Als absolute Notlösung kann er jedoch auch dienen, wenn Sie wegen aktueller geringer Bonität keinen einfachen Kleinkredit (via Raten) beanspruchen können.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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