Die 5 wichtigsten Fakten rund um das Thema Crowdlending

Nutzen Sie Crowdlending als ertragreiche Geldanlage oder als Weg zum Wunschkredit.

Bei Crowdlending handelt es sich um eine spezielle Form der Kreditvergabe über das Internet. Das verliehene Geld stammt dabei nicht von einer großen Bank, sondern von institutionellen Anlegern oder Privatpersonen.

Um von den Vorteilen des Crowdlendings profitieren zu können, müssen Sie sich aber zuerst mit den wichtigsten Fakten vertraut machen.

  1. Verschiedene Kategorien
  2. Attraktive Rendite
  3. Wachsender Markt
  4. Vereinfachte Abläufe
  5. Das Prinzip von Crowdlending

1. Crowdlending ist in verschiedene Kategorien unterteilt

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Varianten von Crowdlending: Beim sogenannten Peer-to-Peer-Lending, das auch unter der Kurzform P2P-Lending bekannt ist, sind ausnahmslos Privatpersonen beteiligt.

Wenn Sie hingegen auf den Begriff Peer-to-Business-Lending stoßen, sind die Kreditnehmer hingegen kleine und mittelständische Unternehmen. Auf diesem Weg können private Anleger somit als Kreditgeber für verschiedenste Firmen fungieren.

Eine Sonderform des Crowdlendings ist zudem mit Social Lending zu benennen. Beim Social Lending steht die Unterstützung von Menschen in finanziellen Notsituationen im Vordergrund. Dementsprechend werden bei den zugehörigen Rückzahlungen keine Zinsen fällig und es ergeben sich keinerlei Profitchancen für die Kreditgeber.

2. Die Anleger können mit attraktiven Renditen rechnen

Abgesehen vom Social Lending stellt Crowdlending eine interessante Investmentalternative dar. So lassen sich mit diesem Modell vergleichsweise hohe Profite erzielen: Laut Angaben der Anbieter liegt die durchschnittliche Rendite im Bereich von knapp zehn Prozent. Zudem liegt die Ausfallquote bei lediglich drei Prozent, was die gute Aussicht auf hohe Zinserträge zusätzlich verdeutlicht.

Damit Sie als Anleger auf der sicheren Seite sind, gilt es das entsprechende Kapital auf viele verschiedene Kreditnehmer zu verteilen. Durch dieses umsichtige Vorgehen lässt sich das Risiko auf ein Minimum reduzieren.

3. Der Markt wächst und das Kreditvolumen nimmt zu

Die erste Plattform für Crowdlending ging bereits im Jahr 2005 in Großbritannien online. Mit eLolly folgte 2007 der erste Anbieter in Deutschland. Das Kreditvolumen stieg dabei stetig an und lag 2012 plattformübergreifend bereits im Bereich von ca. 1,5 Milliarden Euro weltweit.

Aufgrund der rückläufigen Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten interessieren sich immer mehr Anleger für diese Investmentnische. Zudem füllt dieser Service die Lücke für alle Kreditsuchenden, die sich einen relativ kleinen Betrag leihen möchten: So rentieren sich Kleinkredite für Banken nur in den seltensten Fällen, da die hohen Verwaltungskosten ein lohnendes Geschäft unmöglich machen. Die geringen Fixkosten der Crowdlending-Plattformen gehen hingegen mit einer uneingeschränkten Auswahl bezüglich der Kredithöhe einher.

4. Kreditnehmer können sich über vereinfachte Abläufe freuen

Die Vorteile für Kreditnehmer sind ausgesprochen vielfältig. Dazu zählt unter anderem die simple Antragsstellung: Im direkten Vergleich mit dem komplexen Vergabeverfahren einer Bank benötigen Unternehmer zum Beispiel keinen Businessplan. Darüber hinaus sind Sicherheiten keine zwingende Voraussetzung, um einen Kredit zu erhalten. Sie können Ihre Glaubwürdigkeit aber trotzdem in Form einer Bürgschaft oder einer anderen Kreditsicherheit positiv beeinflussen.

5. Crowdlending basiert auf dem Prinzip "Alles oder Nichts"

Weil bei den Krediten mehrere Anleger beteiligt sind, kann die Finanzierung einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Falls sich nicht genügend Kreditgeber finden, scheitert der Antrag vollständig. Das bedeutet konkret: Auch wenn ein Großteil Ihres Wunschkredits bereits finanziert ist, erhalten Sie keinen Cent.

Insgesamt gesehen lässt sich festhalten, dass Crowdlending in vielen Fällen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten mit sich bringt. Sowohl Anleger als auch Kreditnehmer müssen allerdings unbedingt alle wichtigen Rahmenrichtlinien beachten, um dieses Geschäftsmodell sinnvoll einsetzen zu können.

Veröffentlicht am 27. Januar 2016
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