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Ein Mittagsschlaf schützt das Herz

Ein Mittagsschlaf schützt das Herz
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geschrieben von Christian Riedel

Ein kleines Schläfchen am Mittag macht nicht nur fit, sondern schützt auch das Herz. Wer einen Mittagsschlaf hält, senkt seinen Blutdruck und baut schneller Stresshormone ab. Dadurch wird auch das Herz weniger belastet.

Stress ist nicht nur schlecht für die Psyche, sondern belastet auch das Herz. Wenn der Organismus Stresshormone ausschüttet, steigen Blutdruck und Puls stark an. Dadurch wird auf Dauer auch das Herz enorm belastet. Dem kann man entgegen wirken, indem man auch in einer akuten Stressphase ein kleines Schläfchen einlegt.

Das ist das Ergebnis einer US-Studie. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man mit einem rund 45-minütigen Schlaf nach einer Stressphase den Blutdruck schneller wieder normalisieren kann. Das gilt bisher aber nur bei akutem Stress. Ob ein Mittagsschlaf auch Menschen mit einem dauerhaft erhöhten Blutdruck helfen kann, muss in weiteren Studien erst noch herausgefunden werden, sagen die Studienleiter Ryan Brindle und Sarah Conklin.

Schlaf schützt vor Stress

Ein Grund, dass der Mittagsschlaf einen positiven Einfluss auf das Herz hat, liegt an unserem modernen Lebenswandel. Überstunden, langes Sitzen vor dem Computer oder dem Fernseher oder Ängste und Sorgen bringen viele Menschen um den Schlaf. Durchschnittlich schläft der Deutsche rund 2 Stunden weniger am Tag als noch vor 50 Jahren.

Ältere Studien haben bereits auf die negativen Folgen von Schlafmangel hingewiesen. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz sind häufige Folgen von Schlafentzug. Kommt dann noch Stress im Job hinzu, erhöht sich die Belastung auf das Herz noch einmal. Die Forscher wollten nun herausfinden, ob sich der Blutdruck nach Stress durch einen kurzen Mittagsschlaf schneller erholt.

Dazu untersuchten sie 85 gesunde Testpersonen, die sie vor der Studie zu ihren Schlafgewohnheiten befragten. Anschließend wurden sie zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe durfte mittags rund 60 Minuten schlafen, die andere musste wach bleiben. Dann mussten die Probanden Übungen absolvieren, die Stress hervorrufen. Gleichzeitig wurde bei allen Testpersonen Puls und Blutdruck kontrolliert.

45 Minuten Schlaf fürs Herz

Bei der Auswertung stellten die Forscher fest, dass sich Blutdruck und Puls während der Stress-Übungen deutlich erhöhten. Durften die Testpersonen sich nach den Übungen kurz hinlegen, normalisierte sich beide Werte deutlich schneller als bei der Kontrollgruppe. Ein Mittagsschlaf von 45 bis 60 Minuten reicht dabei aus, damit sich der Blutdruck nach einer Stressphase schneller erholt.

Unter Berücksichtung dieser Ergebnisse wollen die Forscher nun weitere Untersuchungen anstellen und so herausfinden, ob ein Mittagsschlaf grundsätzlich positive Auswirkungen auf Puls und Blutdruck haben. Möglicherweise könnte ein kurzes Schläfchen am Mittag auch bei Menschen mit Bluthochdruck helfen.

Bildnachweis: 2mmedia / stock.adobe.com

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Christian Riedel