Die größten Irrtümer: Es ist egal, wer wem die Tür aufhält

Durch eine Türe gehen, das klingt erst einmal einfach. Doch im Alltag stellt sich dann häufig die Frage: Wer hält nun wem diese Türe auf? Der Herr immer der Dame? Gelten im Privaten die gleichen Regeln wie im Beruf? Und wer geht vor? Lesen Sie hier, wie Sie die Tücken im Alltag rund um diese Verhaltensregeln elegant meistern können!

Durch eine Türe gehen, das klingt harmloser, als es in manchen Situationen ist. Insbesondere, wenn im Büro noch die Hierarchie dazukommt und Sie einen guten Eindruck bei einem Geschäftspartner oder Ihrem Chef hinterlassen möchten. Auch wenn mit Freunden oder einer neuen Bekanntschaft ein Café oder Restaurant besucht wird, dann kommt häufig die Frage auf, wer denn nun zuerst den Raum betritt und wer wem die Türe aufhalten sollte.

Im Privaten

Im Privaten gilt im Allgemeinen, dass der Herr der Dame die Tür aufhält und sie dann vorgehen lässt. Dass der Herr vorangeht, um die Sicherheit der Lokalität zu überprüfen, gilt als überholt und ist heutzutage eher unüblich. Betreten zwei Herren ein Restaurant, dann lässt der Jüngere dem Älteren den Vortritt. Bei einer größeren Gesellschaft geht immer der Gastgeber vor.

Türen von Restaurants öffnen sich aufgrund der Brandschutzbestimmungen und Fluchtmöglichkeiten meist nach außen hin und erleichtern so das Aufhalten. Doch auch wenn die Türe nach innen aufgeht, dann sollte der Herr der Dame diese aufhalten, dann in der Türöffnung warten und die Dame vorbeigehen lassen. Dass man eine Türe nicht einfach unaufmerksam hinter sich zufallen lässt, sollte sich von selbst verstehen.

Auch beim Verlassen eines Raums hält der Mann der Dame die Türe wieder auf und lässt sie als Erste hinaustreten.

Im Beruf

Im Berufsalltag gilt, dass ein Mitarbeiter seinem Vorgesetzten die Türe aufhält, auch wenn dann möglicherweise die Dame dem Herrn die Türe öffnet. Hier bestimmt die Rangfolge das Verhalten: Die rangniedere Person hält der ranghöheren Person immer die Türe auf und lässt ihr so den Vortritt.

Sollte Ihr Vorgesetzter jedoch aus Höflichkeit einmal Ihnen die Tür aufhalten, so nehmen Sie diese gut gemeinte Geste einfach an und bestehen Sie nicht zu sehr auf Etikette, auf keinen Fall sollten Sie Ihren Chef altklug belehren. Und bei aller Förmlichkeit gilt es immer zu bedenken: Freundlichkeit und Herzlichkeit wirken sympathisch und machen so manchen Fauxpas schnell wieder wett.

Veröffentlicht am 18. Juli 2012