Smalltalk

Smalltalk über das Wandern und den Jakobsweg

Jeder zweite Deutsche wandert sagt eine Studie des Deutschen Wanderverbands. Entsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es beim Smalltalk mit einem Wanderer zu tun haben. Der Kalender liefert Ihnen das ideale Thema: Der 25. Juli ist der Namenstag eines großen Wanderpatrons.

Ihr Einstieg in den Wander-Smalltalk

"Wenn man auf ein Ziel zugeht, ist es äußerst wichtig, auf den Weg zu achten. Der Weg lehrt uns am besten, ans Ziel zu gelangen. Er bereichert uns, während wir ihn zurücklegen." Wie heißt wohl der Weg, der da beschrieben wird? Falls es im Smalltalk nicht erraten wird, geben Sie einen letzten Hinweis. Der Weg ist allein in seinem spanischen Teil mehr als 800 Kilometer lang.

Klingelt es immer noch nicht? Dann geben Sie einen allerletzten Hinweis: Der Komiker Hape Kerkeling ist diesen Weg auch gegangen. Und hat ihn so ausführlich, wie verkaufsförderlich, beschrieben.

Kommen Sie im Smalltalk auf den Jakobsweg

Es gibt viele Jakobswege. Ihr Smalltalk-Gegenüber könnte etwa in der Slowakei beginnen. Oder in Slowenien. Auch auf der britischen Insel. Natürlich führen auch Jakobswege durch Deutschland. Alle haben dasselbe Zeichen: Die Jakobsmuschel.

Die Jakobswegzweige kommen in den spanischen Pyrenäen zusammen. Von dort geht es weiter: Bis in den äußersten Nordwesten des Landes. Ziel ist stets Santiago de Compostela. Im 12. und 13. Jahrhundert erreichte die Stadt ihre größte Bedeutung. Das hatte sie Papst Calixto II. zu verdanken: Wer in einem Heiligen Jahr nach Santiago pilgerte, dem wurden sämtliche Sünden erlassen.

Reden Sie im Smalltalk auch über den Namensgeber aller Jakobswege

Ein heiliges Jahr, das können Sie im Smalltalk noch erklären, ist in Spanien eines, an dem der Geburtstag des Nationalheiligen auf einen Sonntag fällt. Die spanische Form für Sankt Jakob ist Santiago. Der heilige Jakob war einer der zwölf
Jünger Jesu. Santiago bekehrte die Spanier im Norden des Landes zum
christlichen Glauben. Als er im Jahr 44 nach Palästina zurückkehrte,
fiel er den Christenverfolgungen zum Opfer.

Der Sage nach raubten seine
Anhänger den Sarg. Anschließend übergaben sie ihn dem Meer. Der Sarg
trieb bis in die nordwestliche Ecke Spaniens. In Galizien fand Santiago
seine letzte Ruhestätte. Später entstand an der Stelle die Kathedrale.
Santiago de Compostela ist auch Erzbischofssitz.

Landen Sie auch im Smalltalk in der Gegenwart

Der Weg nach Santiago zum Grab des Apostels galt im Mittelalter neben den Wallfahrten nach Rom und Jerusalem als wichtigster Pilgerpfad. Mit dem Aufkommen moderner Verkehrsmittel geriet der Jakobsweg in Vergessenheit. Inzwischen wurde er von Wanderern, die viel Zeit haben, wiederentdeckt.

Der Bekannteste hierzulande ist der Komiker Hape Kerkeling. Sein Buch über die eigene Pilgererfahrung wurde mehr als drei Millionen Mal verkauft. Gut möglich, dass Ihr Smalltalk-Gegenüber das Buch gelesen hat.

Der Urheber des Eingangszitats ist übrigens der Schriftsteller Paulo Coelho. Er ist die Strecke bereits 1986 abgewandert. Auch er hat darüber ein Buch geschrieben: "Auf dem Jakobsweg" verkaufte sich freilich längst nicht so gut wie "Ich bin dann mal weg".

Zum Schluss noch ein Smalltalk-Tipp für aktive Wanderer

Möchte Ihr Smalltalk-Gesprächspartner den Weg auch mal gehen? Und will er als Pilger richtig gutes Timing beweisen? Dann soll er seinen Marsch so einrichten, dass er genau am 25. Juli – dem Namenstag des Patrons der Kathedrale – in Santiago eintrifft.

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Ralf Höller