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Lernen Sie es „Nein zu sagen“

Lernen Sie es "Nein zu sagen"
geschrieben von David Raczinski

In der Arbeitswelt wie im Privatleben kann es verheerende Folgen haben, wenn man niemandem etwas abschlagen kann. Das Ablehnen von Bitten ist jedoch nicht so schwer, wie manche Leute glauben. Wer zu den Personen gehört, die niemandem etwas abschlagen können, findet im folgenden einige nützliche Tipps, wie man gekonnt Nein sagt, ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen.

In jedem noch so kleinen Unternehmen gibt es mindestens einen Mitarbeiter, der dazu neigt, sich permanent die Arbeit der anderen aufzuladen. Das ist an sich noch nichts Schlechtes – schlimm wird es dann, wenn die Arbeitskollegen Wind davon bekommen und dem betreffenden Mitarbeiter fortlaufend Aufgaben aller Art übertragen.

Diese Form der Ausnutzung ist in beinahe jedem Betrieb gang und gäbe. Auch Vorgesetzte nehmen gerne die Dienste desjenigen in Anspruch, der schlecht Nein sagen kann. Dies kann durchaus einige Jahre gut gehen, bis der Mitarbeiter irgendwann den gefürchteten Burn-out erleidet oder sich andere körperliche oder seelische Krankheitssymptome zeigen.

So weit sollten Sie es nicht kommen lassen. Sie sollten im Hinterkopf behalten, dass Sie in diesem Unternehmen voraussichtlich noch viele Jahre arbeiten werden. Wollen Sie, dass man sie als Mädchen für alles missbraucht? Schieben Sie dieser Entwicklung einen Riegel vor und machen Sie den anderen klar, dass Sie sich nicht um alles kümmern können.

Natürlich bedeutet das nicht, alle Bitten von Arbeitskollegen auszuschlagen. Es ist ein großer Unterschied jemanden um eine kleine Gefälligkeit zu bitten oder ihm pausenlos Arbeit auf den Tisch zu legen, für die man eigentlich selbst zuständig wäre.

Lassen Sie sich nicht ausnutzen – auch nicht vom Chef

Auch gegenüber Vorgesetzten kann man Nein sagen – es ist nur eine Frage des Wie. Manche Chefs wissen nicht, wo die Grenze der Belastbarkeit liegt. Viele Führungskräfte können die Leistung der Angestellten nicht richtig beurteilen, da sie die Arbeitsabläufe nicht kennen und sich aus dem Tagesgeschäft heraushalten.

Das Problem besteht darin, dass der Chef sie am „Wickel“ hat, wenn Sie zu erkennen geben, dass Sie jederzeit Gewehr bei Fuß stehen. Wer Nein sagt, ist keineswegs arbeitsfaul – es handelt sich hierbei lediglich um ein Setzen von Grenzen. Ohne diesen Selbstschutz enden Sie als eine Art Mülleimer, bei dem jeder jederzeit seine Arbeit abladen kann.

Nein sagen bedeutet nicht, ein Egoist zu sein

Ist man ein Egoist, wenn man gelegentlich auch einmal an sich selbst denkt? Sicher nicht. Manche Arbeitskollegen mögen diese Ansicht haben, aber sie können es ohnehin nicht jedem Recht machen. Haben Sie keine Angst davor, unhöflich zu wirken. Einige Menschen tragen seit ihrer Kindheit die absurde Vorstellung mit sich herum, dass es ungehörig sei, jemandem etwas abzuschlagen.

Machen Sie sich davon frei, denn im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Sie jederzeit alles tun müssen, was an Sie herangetragen wird. Auch wenn Ihr Nein sagen einen Konflikt verursacht, sollten Sie gelassen bleiben. Eine kurze, heftige Diskussion zu führen ist allemal besser, als sich nachher über die zusätzliche Arbeit zu ärgern.

Bildnachweis: petzshadow / stock.adobe.com

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David Raczinski