Gesprächsführung

Wie Sie „Gesprächskiller“ erkennen und vermeiden

Wie Sie "Gesprächskiller" erkennen und vermeiden
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Ein Gespräch kommt nur dann zustande, wenn die Person, die zu einem Gespräch animiert wird, entsprechend positiv reagiert. Doch vielfach kann ein Gespräch bereits nach den ersten Sätzen ersterben – dann, wenn gängige „Gesprächskiller“ zur Anwendung kommen. Welche dies sind und wie Sie sie vermeiden erfahren Sie hier.

Meist beginnt ein Gespräch aus dem Bedürfnis einer Person nach einem Ratschlag, da er oder sie mit einem Problem nicht alleine klar kommt. Manchmal erwächst eine Gesprächssituation auch aus dem Bedürfnis, sich einfach einmal auszusprechen. Doch ganz gleich, welches Anliegen die Person hat, die ein Gespräch beginnen möchte, ob ein Gespräch wirklich zustande kommt, liegt meist an der Antwort des Gesprächsgegenübers auf die erste Ansprache.

Gespräch fördern oder Gespräch beenden
Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, wie ein Gesprächspartner oder eine Gesprächspartnerin auf ein Anliegen reagieren können. Die Vielzahl der Möglichkeiten, lässt sich dabei auf zwei Verhaltensweisen aufteilen:

  • Verhaltensweisen, die ein Gespräch fördern, da Sie der Person mit einem Anliegen das Gefühl geben, verstanden zu werden.
  • Verhaltensweisen, die das Gespräch ersterben lassen, da sie wie Gesprächskiller wirken und der Person mit einem Anliegen das Gefühl geben, unverstanden oder gar fremdbestimmt zu sein.

Gesprächskiller, das werden Sie gleich feststellen können, sind meist harmlos wirkende Bemerkungen, die durchaus gut gemeint sein können, aber dennoch häufig nicht positiv wirken.

Manche der Gesprächskiller empfinden Sie selbst vielleicht nicht als störend, dennoch sollten Sie im Sinne einer Verbesserung der Kommunikation und Gesprächsführung über die mögliche Wirkung als Gesprächskiller informiert sein.

Mögliche Gesprächskiller

  • potentielle Ursachen nennen und mögliche Hintergründe vorschnell diagnostizieren
  • Lebensweisheiten aus dem Hut zaubern
  • Ausfragen
  • mit Warnungen oder Drohungen reagieren
  • etwas befehlen
  • mit Vorwürfen kontern
  • mit eigenen Bewertungen argumentieren
  • zu etwas überreden
  • vorschnell Lösungsvorschläge anbieten
  • Behauptungen aufstellen
  • Gefühle oder Situationen herunterspielen
  • sich selbst in den Mittelpunkt stellen

Viele dieser Gesprächskiller führen dazu, dass ein Gespräch entweder schnell beendet wird oder in einer Art und Weise stattfindet, die für die- oder denjenigen mit einem Anliegen unbefriedigend ist.

Mit kurzen Bemerkungen kann man als Gesprächsgegenüber das Gespräch an sich reißen und nach eigenen Bedürfnissen fortführen – es stellt sich nur die Frage, ob man dann als verständnisvoller Gesprächspartner gesehen wird? Wahrscheinlich eher nicht. Falls Ihnen in Gesprächssituationen schon aufgefallen ist, dass Gespräche irgendwie nicht so verliefen, wie Sie dies erhofften, sollten Sie sich mit den einzelnen Gesprächskillern näher beschäftigen.

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Dr. Britta Kanacher

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