Unfaire Kritik: Wie Sie auf persönliche Angriffe souverän reagieren

Im Arbeitsleben müssen Sie schon mal unfaire Kritik von Kollegen, Chefs oder Mitarbeitern einstecken. Bei unfairer Kritik werden Ihre Irrtümer, Schwächen und Fehler – gerne auch vor Dritten – gnadenlos ans Licht gezerrt oder höhnisch vorgehalten. Dabei geht es nicht nur um das Sachthema, sondern auch um Sie. Sie persönlich werden gezielt oder auch unbedacht blamiert, provoziert oder verunsichert werden.

Unfaire Kritik kann in der Sache durchaus berechtigt oder unberechtigt sein, entscheidend ist die Art, in der sie hervorgebracht wird und die Art und Weise, wie Sie darauf reagieren. Mit diesen sechs Strategien nehmen Sie Ihrem Kritiker gleich den Wind aus den Segeln:

Unfaire Kritik: Tiefschläge ignorieren
Wenn ein bekannter Choleriker Sie unfair kritisiert, sollten Sie diese verbalen Ausfälle einfach ignorieren. Im Stress können jedem mal „die Pferde durchgehen". Zeugen des Vorfalls sehen, wer sich dabei ins Unrecht gesetzt hat – Sie nicht!

Unfaire Kritik: Beredtes Schweigen
Sie kommentieren den Stil der Kritik nicht, halten kurz inne und gehen dann auf den sachlichen Inhalt ein.

Unfaire Kritik: Hinterfragen
Natürlich können Sie die unfaire Kritik auch hinterfragen. Entscheidend ist, dass Sie sich nicht empört gegen den unfairen Stil verwahren, sondern eine Frage stellen und scheinbar auf die Antwort warten.

Unfaire Kritik: Humorvoll gewinnen
Auch die freundliche, gutmütige Nachfrage ist wirkungsvoll: „Welche Laus ist Ihnen denn über die Leber gelaufen?"

Unfaire Kritik: Verschieben
Sie gehen weder auf den Stil noch auf den Inhalt der Kritik ein und schlagen vor die Angelegenheit in Ruhe zu besprechen. Wehren Sie entschieden jeden Versuch ab, Sie jetzt doch noch ins Gespräch zu ziehen.

Unfaire Kritik: Rückzug
Sie verlassen schweigend und scheinbar unberührt den Ort des Geschehens. Sie geben nicht zu erkennen, ob Sie verletzt sind, aus Angst flüchten oder ganz einfach von dem Stil angewidert sind.

Veröffentlicht am 30. Dezember 2008