Gesprächsführung

Kommunikationsstile: Mit dem mitteilungsfreudig-dramatisierenden Stil umgehen

Kommunikationsstile: Mit dem mitteilungsfreudig-dramatisierenden Stil umgehen
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Verbessern Sie Ihre Beziehungen, indem Sie den mittelungsfreudig-dramatisierenden Kommunikationsstil erkennen und ihm gezielt begegnen. Hinter dem Versuch, möglichst lautstark und unüberhörbar aufzufallen, steckt nichts anderes als die Angst übersehen zu werden. Werden Sie vom applaudierenden Publikum wieder zum gleichwertigen Partner! Wir zeigen Ihnen, wie Sie es richtig machen.

Mitteilungsfreude als Resultat fehlender Anerkennung
Wer all zu oft in seiner Kindheit übersehen wurde oder sich nicht genug beachtet vorkam, der neigt als Erwachsener dazu, das Bedürfnis nach Anerkennung seiner Person zu überziehen und sich in den Vordergrund zu stellen. Dies kann soweit gehen, dass nur noch die Wahrnehmung durch andere nicht mehr die Beziehung zu anderen im Vordergrund steht.

Dies zeigt sich für Sie wahrnehmbar in folgenden beispielhaften Formulierungen:

  • In der Aufforderung: "Wende dich mir zu", "Bestätige meine Selbstdarstellung"
  • In Bemerkungen zum Partner oder zur Partnerin: "Du bist mir wichtig, aber nur als willkommenes aber austauschbares Publikum", "Bewundere mich und ich bleibe bei dir"
  • Als Eigenaussage: "Hört, hört, so bin ich!"

Kommunikationsstil zur Überwindung von Angst
In mitteilungsfreudig-dramatisierenden Kommunikationsstil wird die Kommunikation zum Mittel, nicht ungesehen zu werden. Die Kommunikation wird genutzt um der Angst übersehen zu werden, zu begegnen.

Der Zuhörer oder die Zuhörerin wird dazu degradiert, die eigene Selbstdarstellung zu bestätigen. Das Gegenüber der Kommunikation wird zum Objekt. Ein Miteinander wird nicht gewünscht, es reicht der Applaus!

Kommunikationsstil des Miteinanders
Kommunikation sollte jedoch ein Miteinander sein und kein einseitiger Prozess. Sie sollten einer solchen dramatisierenden und monologischen Selbstdarstellung begegnen, indem Sie sich um einen Dialog bemühen. Versichern Sie Ihrem Gesprächsgegenüber, dass Sie sie oder ihn sehr wohl wahrnehmen und es für Ihre Beziehung keiner weiteren Selbstdarstellung bedarf.

Falls Sie sich selbst im hierzu passenden Kommunikationsstil des sich distanzierenden Stils erkennen können, so entsprechen Sie genau dem passenden Stil zum mitteilungsfreudig-dramatisierenden Stil. Wenn Sie dies erkennen können, so wird Ihnen auch klar, inwiefern sich beide Kommunikationsstile gegenseitig unterstützen. Durchbrechen Sie diese sich aufschaukelnde Spirale und stehen Sie zu Ihren Werten und Bedürfnissen. Entwickeln Sie sich zu gleichberechtigten Partnern.

Über Ihren Experten

Dr. Britta Kanacher

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