Kommunikationsmodelle: Das Modell von Paul Watzlawick (Teil 1)

Kommunikationsmodelle bieten Tipps und Tricks für eine gute Kommunikation im Berufsalltag. Lesen Sie in diesem ersten Teil der Serie „Kommunikationsmodelle“ über Paul Watzlawick.

Kommunikationsmodelle sind die Grundlagen für eine erfolgreiche Kommunikation
Mangelnde Absprachen zwischen Kollegen oder dem Chef, Missverständnisse oder Streit mit Arbeitskollegen sind häufig Ausdruck von unzureichender Kommunikation.
Besonders im Dienstleistungsbereich, im Umgang mit Kunden, sind Kenntnisse über Kommunikationsstrategien und Kommunikationsmodelle die Grundlage für erfolgsorientiertes Handeln.

Darüber hinaus leiden viele Menschen darunter, dass sie sich in kommunikativen Situationen dem Gegenüber unterlegen fühlen. In allen diesen beschriebenen Situationen geht es um das Thema Kommunikation. Das Erlernen von Kommunikationsstrategien und –formen erleichtert den Umgang mit Mitmenschen zuhause und im Büro.

 

Kommunikationsstrategien kann man erlernen. Um Kommunikationsabläufe in einem Gespräch gut wahrnehmen und einschätzen zu können, sollte man sich mit den Grundlagen folgender Kommunikationsmodelle beschäftigen:

Kommunikationsmodell von Schulz von Thun (Teil 2)
Kommunikationsmodelle Transaktionsanalyse (Teil 3)

Kommunikation und Kommunikationsmodelle
Der Begriff der Kommunikation bezeichnet den wechselseitigen Austausch von Gedanken in Sprache, Schrift und Bild. In Kommunikationsmodellen wird in Form eines Modells dargestellt, was in der Kommunikation zwischen Gesprächspartnern stattfindet.

Das Kommunikationsmodell von Paul Watzlawick
Paul Watzlawick hat in seinem Modell mehrere Axiome definiert.

  • 1. Axiom: Man kann nicht nicht kommunizieren.
    Noch bevor man kommuniziert, hat der Gesprächspartner durch die Körpersprache einen Eindruck durch Stimme, Mimik, Gestik gewonnen. Deshalb ist es wichtig, sich über die Wirkung bestimmter Körpersignale bewusst zu sein.
  • 2. Axiom: Kommunikation hat immer eine Inhaltsebene und Beziehungsebene. Die Inhaltsebene umfasst den Sachinhalt der Kommunikation. Die Beziehungsebene beschreibt die Beziehung vom Sender zum Empfänger.
  • 3. Axiom: Es gibt 2 verschiedenen Ebenen zwischen Gesprächspartnern:
    a) symmetrische Ebene (Geschäftspartner, Kollegen, Freunde, Lebenspartner)
    b) komplementäre Ebene (Auftraggeber, Kunde, Chef, Angestellter)

Fazit
Bei Störungen innerhalb eines Kommunikationsprozesses kann dieses Modell bei der Analyse des Kommunikationskonfliktes helfen, mit Hilfe der Axiome 2 und 3 den Konflikt einzuordnen und zu benennen.

Veröffentlicht am 28. Mai 2010