Gesprächsführung

Kommunikation besser verstehen: Die Sachaussage

Kommunikation besser verstehen: Die Sachaussage
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Um Kommunikation besser verstehen zu können, sollte zwischen der Sachaussage und möglicher weiterer Inhalte unterschieden werden. Es ist vielfach von Bedeutung, die Sachaussage in der Kommunikation von weiteren möglichen Inhaltsebenen zu trennen und das gewonnene Verständnis in der Praxis entsprechend anzuwenden.

Die Qualität der eigenen Kommunikation ist davon abhängig, wie gut die Sachaussage isoliert gehört werden kann.

Kommunikation besser verstehen: die Sachebene isolieren

Vielfach überlagern eigene Erfahrungen, die das eigene Denken prägen, das sachliche Verständnis in der eigenen Kommunikation. Ist dies der Fall, wird die Kommunikation meist nicht mehr an spezifische Situationen und Personen angepasst, sondern findet immer in einem gleichbleibenden Muster statt.

Dabei ist dieses Muster geprägt von Emotionen, die einem sachlichen
Verständnis einer Aussage im Wege stehen. So wird ganz leicht aus der
Aussage: "Es ist, wie es ist!" in der eigenen Wahrnehmung: "Stell dich
nicht so an", "Ich kann dir eh nicht helfen!" oder "Was jammerst du,
wenn es nun mal so ist!"

Jede/r kann hier ein ganz persönliches
Verständnis dieser Sachaussage haben, wobei es jedoch wichtig ist, hier
zwischen der Sachaussage und den potentiell damit verbundenen Gefühlen
zu unterscheiden.

Kommunikation besser verstehen: die Sachebene erkennen

Eigentlich ist die Sachaussage sehr leicht zu identifizieren – es ist der Inhalt, der ganz klare Fakten liefert und entsprechend leicht verstanden werden kann. Sachaussagen wirken nüchtern und sind zumeist unbestreitbar einfach im Verständnis: "Das Buch ist schön", "Die Wiese ist grün", "Der Himmel ist blau" – es ist immer wieder erstaunlich, wie einfach sich die Sachaussage als solches darstellt und wie vielfältig sie im Gegenzug, mit eigenen Erfahrungen und Gefühlen überlagert, verstanden werden kann.

Üben Sie sich darin, Sachaussagen zu hören und in Ihrer Kommunikation nur auf die sachliche Mitteilung zu reagieren. Sie werden sich wundern, um wie viel konfliktfreie Ihre Kommunikation wird.

Kommunikation besser verstehen: der Sachebene gerecht werden

Die rein sachliche Kommunikation lässt Gefühle außen vor. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Kommunikation als solche emotionslos wird – sie wird sachlich. Sachliche Diskussionen orientieren sich immer an dem, was vorher sachlich geäußert wurde.

Da sich Emotionen auch sachlich formulieren lassen, kann ein sachlich geführtes Gespräch über Emotionen weitaus erfolgreicher sein als ein emotionsgeladenes unsachliches Gespräch, welches schnell entgleiten kann. Üben Sie sich in Sachlichkeit und Sie werden erfolgreich verhandeln, verkaufen oder was auch immer Sie kommunikativ erreichen möchten.

Über Ihren Experten

Dr. Britta Kanacher

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