Gesprächsführung

Jemanden zu etwas überreden wollen, kann als Gesprächskiller wirken

Vermeiden Sie bei Gesprächspartnern das Gefühl, bevormundet zu werden. Meist wirkt ein vorschneller Versuch, zu etwas zu überreden, eher in bevormundender Weise und Sie erreichen nicht, was Sie eigentlich erreichen möchten. Versuchen Sie es lieber anders. Wie, erfahren Sie hier.

Wenn man mit seinen "Überredungskünsten" mit der Tür ins Haus fällt, führt dies nur in den seltensten Fällen zu einem längeren Gespräch. Dies liegt daran, dass sich all zu leicht bei demjenigen, der mit einem Anliegen an Sie heran getreten ist, das Gefühl entwickelt, dass Sie ihm oder ihr die eigenen Bedenken oder Gedanken bezüglich eines Sachverhalts absprechen. Vermeiden Sie deshalb den direkten Versuch, jemanden zu überreden.

Hier einige Beispiele
Person A beginnt mit: Eigentlich ist mir im Moment gar nicht danach, am Wochenende wegzufahren.
Person B reagiert: Aber denk doch mal an die tollen Dinge, die wir machen wollen: Spazierengehen -¦
oder:
Person A sagt: Ich mag diesen Anzug nicht.
Person B antwortet: Aber der steht dir doch richtig gut. Du siehst toll darin aus.
oder:
Person A spricht: Morgen will ich meine Arbeit kündigen.
Person B entgegnet: Das solltest du dir lieber noch mal überlegen. Im Grunde hat dir die Arbeit doch Spaß gemacht.

Meist reagiert ein Gesprächspartner mit dem Versuch zu überreden, da er oder sie auf die andere Person Einfluss ausüben will. Der jeweilige Gesprächspartner soll sich möglichst so verhalten, wie es Person B erwartet. Doch die Tendenz zu überreden, funktioniert auf diese direkte Art eher selten, da sich die Gesprächspartner bevormundet fühlen.

So ermutigen Sie jemanden richtig
Um jemanden dazu zu ermutigen, seine bestehende Haltung zu überdenken, sollte man dazu beitragen, dass ein Gespräch entstehen kann. Während eines Gesprächs, in welchem die verschiedenen Aspekte einer Haltung angesprochen werden können, kann es viel eher dazu kommen, dass Person A ihre Haltung überdenkt.

Dies können Sie beeinflussen indem Sie gezielt die hinter der Haltung verborgenen Gefühle erfragen:
Person A beginnt mit: Eigentlich ist mir im Moment gar nicht danach, am Wochenende wegzufahren.
Person B reagiert: Kannst du sagen, woher deine Unlust kommt?
oder:
Person A sagt: Ich mag diesen Anzug nicht.
Person B antwortet: Was stört dich denn an dem Anzug?
oder:
Person A spricht: Morgen will ich meine Arbeit kündigen.
Person b entgegnet: Was hat dich denn zu diesem Entschluss veranlasst?

 Eine Übersicht mit weiteren Gesprächskillern finden Sie hier.

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Dr. Britta Kanacher