Bewerbungen

Worauf es bei der Online-Bewerbung ankommt

Worauf es bei der Online-Bewerbung ankommt
geschrieben von Dr. Jürgen Nawatzki

Die klassische Bewerbungsmappe gerät immer mehr aus der Mode, denn die meisten Unternehmen akzeptieren nur noch Online-Bewerbungen. Dabei reicht es bei Weitem nicht, sämtliche Unterlagen einfach an eine E-Mail anzuhängen. Beim Formatieren einer Online-Bewerbung gibt es einiges zu beachten.

Eine Online-Bewerbung kann über zwei Wege erfolgen: einmal als E-Mail-Bewerbung und zum anderen über Online-Formulare. Die folgenden Ausführungen beziehen sich primär auf die Bewerbung per E-Mail.

Ausgangspunkt: Eine vernünftige E-Mail-Adresse

Viele Bewerber haben eine E-Mail-Adresse für den privaten Bereich, die oft einen Spitznamen enthält oder auch Zahlenangaben, wie zum Beispiel klausi 2007@gmx.de. So eine E-Mail-Adresse können Sie im Umgang mit Freunden verwenden, aber keineswegs im beruflichen Kontext. Damit würde man sich weitestgehend lächerlich machen und Gefahr laufen, nicht ernst genommen zu werden.

Deshalb sollten Sie sich für Bewerbungszwecke eine E-Mail-Adresse nach dem Muster vorname.nachname@provider.de zulegen.

Am besten nur einen Anhang verwenden

Eine E-Mail-Bewerbung sollte die Dokumente Anschreiben, Lebenslauf, letzte Arbeitszeugnisse, Studienzeugnis und Abiturzeugnis umfassen. Insgesamt sollte die E-Mail nicht mehr als drei MB umfassen.

Empfehlenswert ist es, die verschiedenen Dokumente in einer einzigen PDF-Datei zusammenzufassen. Eine PDF-Datei ist schreibgeschützt und komprimiert und der Personaler muss nur eine Datei öffnen und abspeichern und nicht mehrere, was nur unnötig aufhalten würde.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an kostenlosen Programmen, wie zum Beispiel den PDF Creator, den man sich aus dem Internet herunterladen kann. Mit dem Programm kann man unter anderem aus einem Word-Dokument eine PDF-Datei erstellen oder mehrere Word-Dokumente zu einer PDF-Datei zusammenfassen.

E-Mail besser nicht vom Arbeitgeber aus versenden

Ihre Online-Bewerbung sollten Sie besser nicht vom derzeitigen Arbeitgeber aus versenden. Das würde einen schlechten Eindruck machen und so aussehen, als hätten Sie Ihre Bewerbung während der Arbeitszeit erstellt.

Da das Anschreiben Teil des Anhangs ist, können Sie sich in der eigentlichen E-Mail kurz fassen und auf das ausführliche Anschreiben im Anhang verweisen.

Online-Bewerbung an die angegebene Mail-Adresse senden

Ihre fertige Online-Bewerbung sollten Sie an die in der Stellenausschreibung angegebene E-Mail-Adresse senden, auch wenn es sich um eine allgemeine Adresse wie zum Beispiel personal@firma.de oder post@firma.de handelt.

Bescheinigungen nur, wenn relevant

Mit eventuellen Bescheinigungen sollten Sie sich zurückhalten, um den Umfang der E-Mail (3 MB) nicht zu sprengen. Legen Sie diese nur bei, wenn sie einen direkten Bezug zur Stelle haben, auf die Sie sich bewerben.

Außerdem sollte man sich Mühe geben, um die Bewerbung optisch ansprechend zu gestalten. So kann man sich aus der Masse an Bewerbungen positiv abheben. Aber übertreiben sollte man die optische Gestaltung der Bewerbung auch nicht.

Bei Formularen ist kaum Raum für Individualität

Bei Bewerbungsformularen kommen individuelle Aspekte der Bewerbung kaum zum Tragen. In der Regel muss man sich eng an die Vorgaben halten. Deshalb sind diese standardisierten Bewerbungsformulare bei Jobsuchern eher unbeliebt.

Zumal es immer wieder passieren kann, dass der Computer zwischendurch abstürzt und man wieder vor vorne beginnen muss. Doch sollten Bewerber sich auch bei Formularen Mühe geben und vor allem die Umgangsformen wahren, um gute Chancen bei ihrer Bewerbung zu haben.

Bildnachweis: chagin / stock.adobe.com

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