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Warum Betriebe manche Ausbildungsplätze unbesetzt lassen

Warum Betriebe manche Ausbildungsplätze unbesetzt lassen
geschrieben von Alexandra Döll

Manche Betriebe lassen einige ihrer Ausbildungsstellen unbesetzt, wobei die Gründe hierfür vielfältig sind. Welche Fehler Sie im Vorfeld vermeiden können und wie Sie Ihre Chancen erhöhen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen, lesen Sie im folgenden Artikel.

Das GOP-Varieté in Essen bietet vor allem Ausbildungsplätze in der Gastronomie an. In einem Zeitungsartikel vor einigen Wochen beklagte der Personalverantwortliche, dass sie einige ihrer Ausbildungsstellen
unbesetzt lassen, da sich manche Bewerber schon im Vorfeld als unzuverlässig erweisen.

Das Verhalten in der Schule kann sich auf die Ausbildungsplatzsuche auswirken

Es macht keinen guten Eindruck, wenn auf dem Schulzeugnis, mit dem sich jemand um einen Ausbildungsplatz bewirbt, zwanzig und mehr unentschuldigte Fehlstunden ausgewiesen sind. Der Betrieb geht bei einer gewissen Anzahl von unentschuldigten Fehlstunden in der Schule davon aus, dass der künftige Azubi es dann auch mit dem Berufsschulbesuch und dem regelmäßigen Erscheinen im Betrieb nicht allzu genau nehmen wird.

Disziplin vs. Unlust an der Schule

Es ist verständlich, dass Jugendliche vielfach andere Interessen haben als die Schule – viele Erwachsene werden dies noch aus ihrer eigenen Jugendzeit kennen. Wichtig ist jedoch hierbei zu überlegen, dass unentschuldigte Fehlstunden keinen guten Eindruck bei möglichen Ausbildungsbetrieben machen, da der Personalveranwortliche in diesen Fällen eher von mangelnder Disziplin bzw. mangelndem Durchhaltevermögen ausgeht. Die Chancen auf eine Lehrstelle sinken hierdurch erheblich.

Bewerben Sie sich um Ausbildungsstellen, die Sie wirklich interessieren!

Vielfach vermitteln die Arbeitsagenturen bei ihrer Berufsberatung den Eindruck, dass gar nicht so sehr auf die persönlichen Vorlieben und Interessen des Jugendlichen eingegangen wird, sondern dass der künftige Azubi sich möglichst viele Optionen offen halten und sich auf den derzeitigen Arbeitsmarkt einstellen sollte, auch wenn er an einigen Bereichen gar kein Interesse hat.

Im kaufmännischen Bereich mag es noch recht einfach sein, beispielsweise statt des gewünschten Berufsbildes Industriekaufmann alternativ Bürokaufmann bei einem Industriebetrieb zu lernen, aber es gibt auch Sparten, in denen möglichst nahe liegende Alternativen nicht so einfach zu finden sind.

Versuchen Sie durch Praktika in den Schulferien herauszufinden, wo Ihre Neigungen und auch Begabungen liegen. Es macht wenig Sinn, einen Handwerksberuf zu erlernen, wenn Sie weder die Begabung noch das Interesse für handwerkliche Tätigkeiten mitbringen, umgekehrt würde ein praktisch veranlagter Mensch ohne Interesse an Bürotätigkeiten in einem kaufmännischen Beruf nicht glücklich. Durch Praktika können Sie Ihre Möglichkeiten und Interessen ausloten, zumal diese nur von zeitlich begrenzter Dauer sind.

Vorsicht bei manchen Praktika!

Manche Praktikumsanbieter stellen ihren Praktikanten einen Ausbildungsplatz in Aussicht und lassen den Praktikanten gerne in Vollzeit schuften wie einen Angestellten, aber bezahlen nur ein geringes Entgelt. Vielfach schließt sich an das Praktikum leider nicht die gewünschte betriebliche Ausbildung an.

In diesen Fällen sollten Sie rechtzeitig die Notbremse ziehen und sich nach anderen, zuverlässigen Unternehmen umschauen, die Sie nicht einfach nur verheizen möchten, um die Kosten für einen echten Vollzeitangestellten einzusparen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie der ewige Praktikant bleiben ohne die Chance, einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erwerben.

Bildnachweis: GaudiLab / stock.adobe.com

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Alexandra Döll