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Agile – ein wichtiger Begriff der Neuzeit

Lesezeit: 2 Minuten Das Wort agil begegnete einem früher im deutschsprachigen Raum oft in Zusammenhang mit der Beschreibung von Menschen. Meist sollte agil umschreiben, dass sie sich für ihr Alter gut gehalten haben. Im Englischen wurde es kaum verwendet. Doch mit der Digitalisierung wird das Wort Agile im Englischen stark frequentiert angewandt, weil es eine Allroundvokabel für viele Prozesse oder Projekte ist. Daher wurde sie auch als Anglizismus übernommen. Im Grunde ist Agile eine Lebens- und Arbeitsphilosophie.

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Bedeutung und Synonyme für Agile

Für das Wort Agile werden verschiedene Synonyme angeführt. Das Textprogramm liefert Wörter wie beweglich, betriebsam, geschickt, geschäftig, clever, gewandt, lebhaft, wendig. Verschiedene Wörterbücher haben sich bereits auf die neuen Gegebenheiten angepasst und die Synonymliste mit motiviert, flexibel, selbstverantwortlich oder authentisch erweitert.

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ist: anpassungsfähig. Egal in welchem Kontext Agile verwendet wird, diese Bedeutung trifft immer zu. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung, Industrie 4.0 und der Produktentwicklung, drückt Agile aus, dass der Kunde König ist. Wünsche werden aufgenommen und umgesetzt, damit Dienstleistungen, digitale oder physische Produkte auf den individuellen Bedarf angepasst werden. Der Kunde ist quasi der Brainstormer für ein Produkt oder eine Dienstleistung und die Anbieter erschaffen diese, indem sie die technische Umsetzung ermöglichen.

Agile – wo gibt es das nicht?

Der erste Arbeitsbereich in dem das Wort fest etabliert wurde, war die Softwareentwicklung. Ziel war es, anwenderfreundliche und benutzerorientierte Programme zu schreiben, die beliebig erweiterbar und kurzfristig individualisierbar waren. Später wurde der Begriff aufs Projektmanagement, Prozess- und Produktmanagement und weitere Bereiche übernommen. Inzwischen gibt es kein Berufsfeld mehr, das ohne Agilität auskommt.

Unternehmen die noch nach starren Vorgaben arbeiten und an alten Strukturen festhalten, können vermutlich noch aufgrund ihres Namens (wenn sie den haben) oder einer Marke, eine Zeitlang konkurrenzfähig bleiben. Langfristig müssen jedoch Agile Prozesse und Produkte eingeführt werden. Wer zu lange wartet, wird immer weiter zurückfallen, weil die Konkurrenten, die jetzt schon auf Agile Projekte bauen, ihren Vorsprung ausbauen. Selbst Politik muss heute Agile sein, wie der Umgang mit der Pandemie beweist.

Grundsätze, Methoden und Prinzipien sind im Agile Manifest festgehalten. 

Agile – Der Konsument bestimmt

Die Ansprüche der Endverbraucher an eine Dienstleistung oder ein Produkt werden immer höher. Werden die Wünsche nicht gehört, wandert der Kunde ab. Nie gab es so viel Konkurrenz für ein Produkt, wie in der aktuellen Zeit. Die Globalisierung lässt uns Waren um den Erdball schicken, wenn der Anbieter vor der eigenen Tür die Notwendigkeit nicht erkennt, agil zu arbeiten.

Für Menschen die sich mit Veränderungen schwer tun, bedeutet Agile sicher eine Herausforderung. Doch Agile hat so viele Vorteile. Allein die Förderung des Austauschs zwischen Produzent und Abnehmer ist Gold wert. Denn immer häufiger liefern die Auftraggeber oder Kunden die entscheidenden Verbesserungshinweise für Produkte, von denen das Unternehmen nachhaltig profitiert. Die App-Entwickler in den Stores der Mobilgerätehersteller freuen sich über die „Klagen“ der User. Weisen diese doch auf Schwachstellen hin. Läuft eine App, dann kommen Extrawünsche und am Ende steht eine App, deren Funktionalität bedarfsgerecht konfiguriert werden kann.

Fazit: Agile ist die Zukunft. Agile ist eine treibende Kraft und bedeutet Fortschritt, Funktionalität und Zeitgeist. Das gilt für Industrie, Wirtschaft, Bildung und für das private Leben. Die Vorteile sind schnelle Ergebnisse, ein hohes Maß an Individualität bei Produkten und Dienstleistungen und eine jederzeitige Handlungsfähigkeit. Wer Agile lebt und arbeitet, kann sich schnell auf veränderte Bedingungen einstellen und sich dabei trotzdem voll entfalten. Im Grunde dient Agile als eine Art Kreativitätsförderung. Geht nicht, gibt’s nicht! Was muss, das geht auch.  Trotz der stetigen Veränderungen bedeutet Agile nicht, dass Nachhaltigkeit unmöglich ist. Im Gegenteil, Agile ist in Forschung und Entwicklung eine treibende Kraft, um bei allen wissenschaftlichen und technischen Raffinessen, die nachhaltigsten Projekte herauszufiltern und auf diesen aufzubauen.

Bildnachweis: relif / stock.adobe.com

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