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Kosmetik als Geschenk: Vorsicht, No-Gos!

Kosmetik als Geschenk: Vorsicht, No-Gos!
geschrieben von Patrizia Ring

Das passende Geschenk zu finden, ist für viele Leute eher schwierig. Kosmetik bietet sich zwar an, hat aber auch das Potential zu Peinlichkeiten. Wer möchte schon mit einer Anti-Falten-Creme durch die Blume gesagt bekommen, dass man nicht jünger wird oder mit einem Deo auf unangenehme Gerüche aufmerksam gemacht werden? Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Kosmetik verschenken, erfahren Sie hier.

Wann ist Kosmetik geeignet als Geschenk?

Wer kennt das nicht: Ein Geburtstag kommt immer näher, Sie sind eingeladen, haben aber keinen blassen Schimmer, was Sie schenken sollen. Geld und Gutscheine sind praktisch, aber zu ordinär und langweilig. Kosmetik vielleicht?

Tatsächlich kann sich Kosmetik hervorragend als Geschenk eignen. Etwa dann, wenn jemand schon lange vor dem einen, toll duftenden Parfüm stand, es sich aber nie gekauft hat, weil es immer zu teuer schien. Oder wenn die absolute Lieblingsfoundation leer ist, die aber leider nicht ganz preiswert ist. Oder wenn der Nagellackjunkie der Verwandtschaft schon seit Wochen von dem tollen Nagellack schwärmt, der aber leider nur in Australien hergestellt wird und der Versand unbezahlbar zu sein scheint.

Es gibt also genügend Momente, in denen Kosmetik das Geschenk der Wahl ist. Es gibt aber leider genauso viele Momente, in denen der Beschenkte ein verzweifeltes, gezwungenes Lächeln zur Schau stellen und gute Miene zum bösen Spiel machen muss.

Etwa, wenn der Veganer nicht-vegane Kosmetik geschenkt bekommt, am besten von einer Marke, die bekannt für Tierversuche ist. Oder der junge Mann mit der empfindlichen Haut einen Badezusatz mit Sodium Laureth Sulfat geschenkt bekommt, der die Haut ebenso zuverlässig reizen wird wie die Zunge beim Aussprechen dieses Stoffes.

Kosmetik kann als Geschenk also sowohl perfekt geeignet als auch völlig daneben sein. Peinlich wird es, wenn aus dem Geschenk hervorgeht, dass man sich für die betreffende Person nicht interessiert und ihr nicht zuhört. Umso schöner ist es aber, wenn der Beschenkte gar nicht damit gerechnet hat und ganz erstaunt ist, dass man eine solche Idee hatte.

Do’s: Gründlich zuhören und nachfragen

Der Schlüssel zu einem gelungenen Geschenk ist ja eigentlich immer das Interesse an der anderen Person und das gute Zuhören. Aber gerade bei Kosmetik ist es wichtig. Ist der Beschenkte tatsächlich an Kosmetik interessiert, kann man leicht ein kleines Gespräch anfangen über Lieblingsmarken. Oder ganz einfach sagen, man hätte da dieses und jenes kleine Problem und fragen, welche Produkte empfehlenswert seien. Je nachdem, wie begeistert die Antwort ausfällt, ist das Geschenk sicher.

Do’s: Etwas Unverfängliches schenken

In dem Sonderfall, dass man weiß, dass der Beschenkte Interesse an Kosmetik hegt, man aber einfach nichts herausfinden konnte, welche Marken oder Produkte die Person gerne hätte, hilft es, etwas Unverfängliches zu schenken. Das sind zum Beispiel Dinge, die man immer wieder braucht oder die zumindest ohne Einschränkungen benutzbar sein sollten.

Dazu gehört zum Beispiel Body Lotion einer Naturkosmetikmarke. Die enthält keine der gängigen Inhaltsstoffe, die oft vermieden werden, macht aber durchaus was her, vor allem, wenn es eine gehobene Marke ist und sie hübsch verpackt ist. Zudem lässt sich Bodylotion gut zweckentfremden, zum Beispiel als Hand- oder Fußcreme.

Do’s: Einen ungewöhnlichen Gutschein verschenken

Ein Gutschein drückt zwar häufig einen gewissen Level von “ich weiß nicht, was ich schenken soll” aus, aber mit dem richtigen Gutschein lässt sich das umgehen. Sehr viele unabhängige kleine Shops bieten zum Beispiel Gutscheine an. Wer Nagellack liebt, wird sich sehr über einen Gutschein von einem Onlineshop freuen, der ungewöhnliche Marken anbietet, die zu teuer oder zu schlecht zu finden sind, als dass man sie sonst kaufen könnte. Damit sind dann alle glücklich.

Don’ts: Durch Ignoranz und Ordinäres auffallen

Ein Parfum zu schenken, ist nie eine gute Idee, außer der Beschenkte hat direktes Interesse an dem jeweiligen Produkt gezeigt. Und auch wer gerne badet, freut sich nicht immer über Badezusätze. Wer häufig badet, meidet zum Beispiel vielleicht Schaumbäder, da diese die Haut oft austrocknen.

Auch Besonderheiten der Pflege der jeweiligen Person sind wichtig. Ist die beschenkte Person Veganer, legt also großen Wert auf Umwelt- oder Tierschutz, oder verzichtet auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Silikone, Mineralöl oder reizende Inhaltsstoffe, so wird ein Kosmetikum als Geschenk meist eher zum Fettnäpfchen. Nutzt sie ohnehin nie Parfüm, Nagellack oder Foundation? Das sind Dinge, die jeweils bedacht werden sollten.

Bildnachweis: Light Impression / Adobe Stock

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