Schönheit

Schädliche Inhaltsstoffe in Hautcremes erkennen

Schädliche Inhaltsstoffe in Hautcremes erkennen
geschrieben von Patrizia Ring

Trockene Haut nach dem Duschen oder Baden ist ein Zeichen dafür, dass man zu einer reichenhaltigen Creme greifen sollte. Doch manche Cremes sind scheinbar nur darauf ausgelegt, lediglich ein gepflegtes Hautbild vorzugaukeln. Welche Inhaltsstoffe mehr Schein als Sein sind oder Ihrer Haut sogar schaden können, lesen Sie hier.

Mineralöle und Mineralölderiverate

Paraffin, Paraffinum Liquidum und Cera Microcristallina sind alles verschiedene Namen für ein und denselben Inhaltsstoff: Erdöl oder ein Erdölderiverat. Wer einen Blick auf die Inhaltsstoffe von Bodylotions oder Gesichtscremes wirft, wird schnell auf eine dieser Bezeichnungen stoßen.

Eine wirkliche Daseinsberechtigung hat dieser Inhaltsstoff allerdings nur in medizinischen Salben. Paraffin schließt die Haut gegenüber äußeren Einflüssen ab, da es nicht einzieht, sondern auf der Haut liegt. In medizinisches Salben wird so sichergestellt, dass die eigentlichen Wirkstoffe ungestört einziehen können.

Wer häufig Cremes mit Paraffin benutzt, wird sich vielleicht wundern, warum diese Cremes ein so gutes Hautgefühl hinterlassen, wenn sie doch eigentlich schädlich sind und warum sie dann so oft genutzt werden. Paraffin und andere künstliche Stoffe aus Erdöl sind schlicht sehr preiswert, deutlich preiswerter als es ein hochwertiges Öl beispielsweise wäre. Zudem treten bei diesem Inhaltsstoffe keine Allergien oder Unverträglichkeiten auf.

Ein gutes Hautgefühl hinterlässt eine solche Creme deswegen, weil das Erdöl die Haut etwas aufquellen lässt. Feine Fältchen werden so weniger sichtbar und die Haut wirkt zumindest gut durchfeuchtet und gepflegt. Daher wird Paraffin auch gerne in Anti-Aging-Gesichtscremes verwendet. Tatsächlich aber bleibt die Haut unter der Schicht Paraffin trocken, weshalb auf Dauer Falten eher entstehen als verschwinden.

Das Paraffin behindert nicht nur die natürlichen Regulationsmechanismen der Haut, sondern gelangt auch über Körperpflegeprodukte ins Abwasser und schadet der Umwelt, da es nicht biologisch abbaubar ist.

Parabene

Parabene in Kosmetika sind kein einfaches Thema. Parabene dienen als Konservierungsmittel und haben durchaus ihre Vorteile: Sie sind relativ gut verträglich, schützen Kosmetika effizient vor Keimen und sind vergleichsweise preiswert in der Herstellung.

Umstritten sind sie allerdings, da sie eine hormonelle Wirkung haben. Diese ist zwar schwach, wird allerdings beispielsweise bei jungen Kindern oder Schwangeren durchaus als gewisses Risiko eingestuft. Zudem verbleiben Parabene in Hautcremes lange auf der Haut und können so eher eine unerwünschte Wirkung entfalten, als wenn sie in Seifen oder anderen Kosmetika genutzt werden, die nur kurz auf der Haut verbleiben.

Ein weiterer Punkt ist, dass einzelne Produkte die erlaubten Grenzen von bis zu 0,8 Prozent Parabenen in einem Produkt zwar nicht überschreiten, sich beim Gebrauch mehrerer parabenhaltiger Cremes der Wirkstoff jedoch akkumuliert.

Parabene haben also ganz klar Vor- wie Nachteile: Zwar sind sie relativ gut verträglich, können aber dennoch Allergien auslösen. Wird auf Parabene verzichtet, könnten jedoch noch schlechter verträgliche Stoffe verwendet werden. Eine hormonelle Wirkung ist nachgewiesen, allerdings zeigen sich in Studien bislang keine negativen Einflüsse beim Gebrauch am Menschen. Ein deutliches Manko ist allerdings, dass Parabene häufig in Tierversuchen getestet werden.

So erkennen Sie unerwünschte Inhaltsstoffe

Mineralöl(-deriverate): Paraffinum liquidum, Petroleum, Petrolatum, Isoparaffin, Ceresin, Microcrystalline Wax (Vaseline), Cera Microcristallina, Mineralwachs/öl oder Ozokerite

Parabene: Methyl-, Butyl-, Ethyl-, Isopropyl-, Propyl-, Benzylparaben

Silikone

Silikone sind bereits in Haarpflegeprodukten in Verruf geraten. Inzwischen werden häufiger wasserlösliche Silikone verwendet, die die Haarstruktur nicht so schädigen. In Hautcremes ist der Inhaltsstoff jedoch nach wie vor unbeliebt – zu Recht!

Hinter den Bezeichnungen Dimethicone, Methicone oder Polysiloxane verbergen sich Silikonöle. Diese legen sich – ähnlich wie Mineralöle – auf die Haut und verleihen ihr lediglich ein faltenfreies Aussehen. Dabei pflegen sie die Haut jedoch nicht. Wird die entsprechende Creme dann wieder abgewaschen, ist die Haut noch genauso trocken wie vor Gebrauch der Creme.

Warum werden Silikone dann überhaut verwendet? Wie bei vielen Inhaltsstoffen gilt auch hier: Silikon ist extrem preiswert und wird sehr gut vertragen. Zusätzlich sorgt es dafür, dass Creme sich besser verteilen lassen und die Haut angenehm glatt wirkt.

Da Silikon aber die Hautbarriere nach und nach schädigt, die es die Haut komplett versiegelt, sollte man darauf achten, dass es – wenn überhaupt – erst weit unten in den Inhaltsstoffen zu finden ist. Dafür spricht auch, dass Silikone nicht biologisch abbaubar sind und die Umwelt somit belasten.

Bildnachweis: milanmarkovic78 / stock.adobe.com

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