Körper & Seele

Anis: Nutzen Sie dieses Heilmittel im Ayurveda

Anis: Nutzen Sie dieses Heilmittel im Ayurveda
geschrieben von Danila Eiselt

Es existiert eine große Vielfalt an ayurvedischen Arzneistoffen und Anis ist einer davon. Wie er auf Ihr Dosha wirkt, welche Möglichkeiten zur Verwendung bestehen und was ihn ausmacht, wird im Folgenden erläutert.

Beschreibung der Anispflanze

Anis ist eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. Es ist ein Kraut, welches ungefähr einen halben Meter groß wird und zwischen Juli und September kleine weiße Blüten bildet. Aus diesen entstehen die Früchte oder Samen, die grün bis gelb sind.

Ist die Pflanze ausgereift, wird sie knapp über dem Boden abgeschnitten und getrocknet. Durch Ausschütteln der getrockneten Pflanzen gewinnt man dann die Früchte/Samen. Es ist gut möglich, die Pflanze im eigenen Garten an einer Stelle mit viel Licht zu säen. Ansonsten sollte man darauf achten, dass die Samen aus kontrolliertem Anbau stammen.

Der typische Anis-Geruch kommt von dem ätherischen Öl, welches in den Samen enthalten ist. Zusätzlich enthalten diese Zucker und Eiweiß.

Anwendung von Anis

Die Früchte werden meistens zu feinem Tee zubereitet. Dieser ist einfach herzustellen und hat einen angenehmen Geschmack. Die Samen werden im Mörser oder anderweitig gemahlen. Zwei Teelöffel davon gießt man auf einen halben Liter Wasser und lässt dies ca. zehn Minuten ziehen. Den feinen Tee sollte man möglichst heiß trinken.

Die zermahlenen Samen werden auch viel für süße Backwaren (vor allem in der Weihnachtszeit), Kekse, Brötchen, Gebäck, Bonbons oder Brote sowie für alkoholische Getränke wie Sambuca, Ouzo oder Raki verwendet. In Chutneys, Currys und im Lassi darf Anis nicht fehlen und ist deshalb oft Bestandteil der asiatischen Küche. In der Kosmetik wird es oft als Duftstoff oder Aroma verwendet, wie z.B. in Zahncremes oder Salben und Anti-Aging-Cremes.

Wirkung von Anis

  • schleimlösend
  • krampflösend
  • antibakteriell/leicht desinfizierend
  • blähungstreibend
  • regt Magen- und Darmtrakt an
  • fördert den Schlaf
  • aggressionshemmend
  • Erhöhung der Milchmenge bei stillenden Frauen
  • Erhöhung der Harnmenge
  • positive Auswirkungen auf Wechseljahrbeschwerden
  • zellschützend und antioxidativ
  • schmerzlindernd
  • Appetit anregend

Anis wird deshalb als Hustenmittel eingesetzt. Große Wirkung hat es außerdem auf Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen, Kolliken, Durchfall und Krämpfe.

Anis wird von ayurvedischen Ärzten bei Mittelohrentzündung sowie Impotenz eingesetzt. Das ätherische Öl nutzt man als Desinfektionsmittel bei Läusebefall und die Wurzel bei Fieber.

Wirkung auf die Doshas

Im Ayurveda wird Anis vor allem eingesetzt, um Pitta zu vermehren und um Kapha und Vata zu reduzieren. Die Samen werden nach dem Essen gekaut, um die Verdauung anzuregen und einen frischen Atem zu erlangen. Die Geschmacksrichtung ist leicht scharf, bitter und süß. Agni, das Verdauungsfeuer soll gestärkt werden, körperlich und auch geistlich und der Darm zur Ruhe finden.

Nebenwirkungen von Anis

Durch die hohe Konzentration von ätherischen Ölen soll Anis nicht in der Schwangerschaft, bei Säuglingen und Kindern nur leicht dosiert angewendet werden. Selten kann es eine allergische Reaktion der Atemwege oder des Verdauungstraktes geben.

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Bildnachweis: Brent Hofacker /stock.adobe.com

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Danila Eiselt