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Wie die Tilgung bei einer Baufinanzierung funktioniert

Wie die Tilgung bei einer Baufinanzierung funktioniert
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geschrieben von experto.de

Die Tilgung bei einem Annuitätendarlehen funktioniert auf eine besondere Weise, sodass sie bei Kreditabschluss mit der Zinshöhe und der Laufzeit etwas spielen können. Rechnen Sie für sich im Vorfeld durch, welche Kombination für Sie die beste ist, um spätestens zur Rente schuldenfrei zu sein.

Der Traum vom eigenen Haus muss mit der richtigen Baufinanzierung kein Traum bleiben. Selbst ohne Eigenkapital sind mittlerweile Immobilienfinanzierungen möglich und ist sogar schon Eigenkapital vorhanden, kann es sein, dass die monatlichen Raten kaum über der bisherigen Monatsmiete liegen.

So funktioniert ein Annuitätendarlehen

Üblicherweise wird für eine Baufinanzierung ein Annuitätendarlehen abgeschlossen. Dabei zahlt der Kreditnehmer an die Bank eine immer gleich hohe Leistung pro Jahr zurück, die aus einem Tigungs- und einem Zinsanteil besteht. Die jährliche Leistung, die sogenannte Annuität, wird auf die 12 Monate des Jahres aufgeteilt und ergibt so eine regelmäßige Rate, die die Restschuld verringert.

Dadurch sinken auch die Zinsen, die jeden Monat bezahlt werden müssen. Der Tilgungsanteil steigt hingegen in dem Maße an wie der Zinsanteil sinkt. Auf diese Weise bleibt die Rate jeden Monat die gleiche.

Eine hohe anfängliche Tilgungsrate sorgt für eine schnellere Schuldenfreiheit

In diesem Rückzahlungsmodell liegt auch begründet, dass Tilgungssätze bei einem Annuitätendarlehen zur Baufinanzierung immer als der anfängliche Tilgungssatz bezeichnet werden. Eine anfängliche Tilgung von 1 % bleibt also nicht bei diesem Tilgungswert, wodurch das Darlehen schneller zurückbezahlt werden kann als wenn der Tilgungswert immer gleich bliebe.

Je höher die anfängliche Tilgungsrate ist, desto schneller können Darlehen zurückbezahlt werden. Darlehensnehmer können auf diese Weise ihre Kredite deutlich schneller tilgen und sind schneller schuldenfrei. Zudem sparen sie hohe Zinskosten. Besonders für Hauskäufer in fortgeschrittenerem Alter empfiehlt sich ein hoher, anfänglicher Tilgungssatz. Andererseits müsste noch bis in die Rente hinein der Kredit abbezahlt werden.

Ein niedriges Zinsniveau ist nicht nur vorteilhaft

Niedrige Bauzinsen haben ebenfalls einen Einfluss auf die Dauer der Darlehenslaufzeit. Zwar ist das niedrige Zinsniveau aktuell vorteilhaft für Darlehensnehmer, da die Zinskosten somit deutlich geringer ausfallen. Allerdings verlängert sich durch die geringen Kosten die Laufzeit des Darlehens, da aufgrund des niedrigen Zinssatzes auch die Tilgung langsamer ansteigt.

Bei einem Zins von 6 % und einer anfänglichen Tilgung von 6 % dauert es rund 30 Jahre ein Darlehen für eine Immobilie zurückzubezahlen. Bei einem Zins von 4 % sind es schon rund 40 Jahre. Um hohe Kosten zu vermeiden, sollten Hausbauer daher von vorneherein einen Kredit mit einer hohen Anfangstilgung wählen. Dies gilt auch für die Anschlussfinanzierung, bei der Eigenheimbesitzer durch eine hohe Anfangstilgung ebenfalls vor zu hohen Raten bei der Tilgung ihrer Restschuld geschützt sind.

Mit einem Tilgungsplan können Sie Ihre Baufinanzierung berechnen

Für Darlehensnehmer ist es daher unerlässlich, im Vorfeld der Baufinanzierung abzuwägen, welche Variante sie wählen. Entscheiden sie sich für niedrige Zinsen, kann es sein, dass das Darlehen lange läuft, was unnötige Kosten verursacht. Entscheiden sie sich für höhere Zinsen, kann es sein, dass die hohen Zinsen die kürzere Laufzeit nicht wettmachen.

Anhand eines Tilgungsplans können Kreditnehmer für sich herausfinden, welche Zinsbindung, Zinshöhe und Kreditlaufzeit für sie die beste ist. Wenn Sie heute rund 35 Jahre alt sind und in 30 Jahren in Rente gehen wollen, sollten Sie einen Kredit mit einem Zinsniveau von 3 % und einem Tilgungssatz von 2 % pro Jahr wählen. Auf diese Weise sind Sie pünktlich zum Renteneintritt mit 65 schuldenfrei und Ihr Haus gehört Ihnen.

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