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So stemmen Sie Ihre Baufinanzierung auch alleine

So stemmen Sie Ihre Baufinanzierung auch alleine
Farina Fontaine
geschrieben von Farina Fontaine

Nicht jeder will sich den Wunsch vom eigenen Haus erst mit dem richtigen Partner erfüllen. Eine Baufinanzierung als Single ist durchaus möglich, birgt allerdings gewisse Risiken. Welche das sind lesen Sie in diesem Artikel!

Das Thema Eigenheim ist meistens bei Paaren ein Thema. Familien sind die Hauptzielgruppe für Baufinanzierungen und auch ältere Paare zählen noch zu den Kunden. Die Singles, die sich für ein Eigenheim entscheiden sind zwar deutlich in der Unterzahl, doch auch sie gibt es.

Eine Baufinanzierung alleine zu stemmen ist dabei nicht so leicht. Dennoch gibt es auch Vorteile, die eine alleinige Baufinanzierung mit sich bringt, allerdings gibt es einiges zu beachten.

Keine finanzielle Rückendeckung durch einen Partner

So fehlt Singles beziehungsweise Alleinfinanzierern die Rückendeckung des Partners und das zweite Gehalt. Geraten sie in eine Notsituation wie einen Jobverlust oder eine schwere Krankheit, ist niemand da, der die Ratenzahlungen ausgleichen kann.

Ganz wichtig ist daher, dass Singles parallel zu ihrer Baufinanzierung Reserven bilden, mit denen sie auch in kritischen Zeiten den Kredit bedienen können. Aus finanztechnischen Gründen ist das zwar eigentlich Unsinn, da bei unattraktiven Sparzinsen eigentlich das gesamte Geld in eine schnelle Tilgung gesteckt werden sollte.

Max. 30 % im Monat vom Einkommen für die Baufinanzierung aufwenden

Da Krisensituationen Singles die Baufinanzierung kosten können, ist es aber wichtig, abgesichert zu sein. Eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit können sonst schnell zur Auflösung der Baufinanzierung führen, wenn der Darlehensnehmer die Raten nicht mehr bedienen kann.

Alleinfinanzierer sollten daher auch nie mehr als 30 % ihres Netto-Einkommens monatlich tilgen. So besteht bei einer Arbeitslosigkeit die Möglichkeit auch mit einem geringeren Einkommen durch das Arbeitslosengeld noch die Raten zu tilgen.

Höheres Eigenkapital sorgt für bessere Zinsen

Ein weiterer wichtiger Faktor bei einer alleinigen Baufinanzierung ist das Eigenkapital. Reicht bei Familien oder Paaren ein Eigenkapital von 20 bis 30 % meist aus um gute Konditionen zu erhalten, so sollten Alleinfinanzierer mindestens 40 bis 50 % Eigenkapital mit in die Baufinanzierung bringen. Die Zinsbelastung durch den Kredit sinkt dadurch enorm, was widerum das Risiko minimiert, von heute auf morgen zahlungsunfähig zu werden.

Falls es zu einer Notsituation kommt: Auch für Alleinfinanzierer gibt es die Möglichkeit, Kreditraten zu stunden oder zu verringern – dadurch verlängert sich allerdings die Laufzeit, wodurch der gesamte Kredit teurer wird.

Eine lange Zinsbindung ist empfehlenswert

Ein weiterer wichtiger Faktor, den Alleinfinanzier beachten sollten, ist die Zinsbindung. Es empfiehlt sich eine lange Zinsbindung zu wählen, da die Raten für die Baufinanzierung so auf lange Sicht kalkulierbar sind. Zudem können gute Konditionen für die Zukunft gesichert werden, weshalb eine Zinsbindung von 15 Jahren durchaus empfehlenswert ist.

Sinkt schon vorher das Zinsniveau oder will sich der Finanzierer nach anderen Konditionen umsehen, kann er schon nach zehn Jahren seinen Finanzierung kündigen und in eine Anschlussfinanzierung übergehen.

Eine alleinige Baufianzierung bietet auch Vorteile

Eine Baufinanzierung durch nur eine Person ist allerdings nicht nur mit Nachteilen verbunden. So müssen sich Singles mit niemandem absprechen und keine Rücksicht auf einen Partner nehmen. Zudem entfällt der Risikopunkt, dass eine Scheidung die Baufinanzierung ins Wanken bringt.

Lesen Sie mehr zum Thema Baufinanzierung in diesem Artikel!

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