So bekommen Sie in 4 Schritten einen Rohrbruch in den Griff

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Rohrbrüche gehören neben Bränden sicherlich zu den schlimmsten Gefahren, die in Immobilien auftreten. Aus geplatzten Rohren austretendes Wasser setzt sich in Wänden und Decken fest, Mobiliar wird beschädigt und Schimmel kann gedeihen. Auf Hausbewohner und Vermieter kommen immense Kosten zu.

Lesen Sie daher hier, wie es zu einem Rohrbruch kommt, wie Sie ihn in 4 einfachen Schritten in den Griff bekommen, und wie Sie sich generell davor schützen können.

Wie kommt es zu einem Rohrbruch?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich zunächst kurz vor Augen halten, wie die Trinkwasserversorgung funktioniert. Zunächst verlässt das aufbereitete Wasser über Rohrleitungen das Wasserwerk. Es ist zu diesem Zeitpunkt noch komplett rein. Auf seinem Weg durch die langen Verbindungsleitungen sammelt es allerdings viele Kleinstpartikel auf. Dazu gehören Rostteilchen und Sandkörner, die sich an den Rohrwänden ablagern. Auch Dichtungs- und Beschichtungsmaterialien, die bei der Instandhaltung genutzt werden, gelangen mit dem Wasser in die heimischen Rohre.

In der Hausinstallation sammeln sich die transportierten Partikel nun wieder an den Rohrwänden ab. Es kommt zu chemischen Reaktionen und die Rohre werden beschädigt. Man spricht in diesem Fall von Lochfraßkorrosion. Sie führt zu Undichtigkeiten bis hin zum Rohrbruch.

4 Schritte, wie Sie sich bei einem Rohrbruch richtig verhalten

Eins ist beim Rohrbruch unverzichtbar: Schnelles Handeln. In unserer kurzen Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen:

Schritt 1

  • Schaden einschätzen
  • bei Rohrbruch im Keller → Feuerwehr rufen
  • steht das Wasser über den Steckdosen, besteht Stromschlaggefahr
  • kleinere Wassermengen mit Pumpen, Nass-Trocken-Sauger oder Lappen und Eimer entfernen
  • bei kleineren Leckagen Eimer unterstellen bis Handwerker kommt

Achtung! Tritt Wasser aus der Decke aus, sofort Leitungsabschnitt sperren und Handwerker rufen. Vermutlich sind schon große Wassermengen im Haus.

Schritt 2

  • Elektrogeräte absichern, Strom abschalten (Kurzschlüssen und Stromschlägen vorbeugen)
  • Chemikalien und Öl aus dem Raum entfernen
  • bewegliche Güter sichern

Schritt 3

  • Versicherung in Kenntnis setzen
  • Schaden melden, mit Bildern dokumentieren

Schritt 4

  • Aufräumen erst nach Absprache mit Versicherung
  • betroffene Bereiche komplett leerräumen, ebenso wie Holzkonstruktion
  • bei stark durchfeuchteten, schwer trocknenden Bereichen muss Gebäudetrocknung beauftragt werden

Wie können Sie sich vor einem Rohrbruch schützen?

Früher waren es oft Verschleißerscheinungen, die zum Bersten von Rohren geführt haben. Das ist heute eher selten der Fall. Stattdessen sind Verlegungsfehler die Ursache. So können beispielsweise Press- oder Lötnähte vergessen worden oder fehlerhaft ausgeführt sein. Vor einem Hauskauf sollte deshalb immer eine gewissenhafte Druckprobe durchgeführt werden.

Dabei sollte man auch nachsehen, ob es an ungedämmten Rohren bereits Korrosionsschäden gibt. Auch ist darauf zu achten, dass die Rohre so geschützt werden, dass das Wasser darin nicht gefrieren und die Rohre sprengen kann (Wie teuer Frostschäden tatsächlich werden können, erfahren Sie in diesem T-Online-Artikel).

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Tipp: Auf diese Dinge sollte man vor allem dann achten, wenn man sich eine Immobilie als Wertanlage kauft. Ein später auftretender Schaden kann nämlich horrende Zusatzkosten nach sich ziehen. In unserem Ratgeber finden Sie noch viele weitere Tipps zu allen Immobilienthemen.

Die wichtigste Vorbeugung ist natürlich, dass die Rohre regelmäßig gereinigt werden. Hierfür kann man spezielle Dienstleister beauftragen, die sich mit Hochdruckpumpen um die Leitungen kümmern. Auch im Falle einer Verstopfung kann man sich an sie wenden. Braucht man eine Rohrreinigung in NRW, wendet man sich z. B. einfach an die AREI Kanalservice GmbH.

Hier gibt es ein Notruftelefon, das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr besetzt ist. So kann man sich sicher sein, dass man im Notfall immer zeitnah Hilfe bekommt. Dabei ist es ganz egal, ob sich Sand und Kieselsteine in Rohren abgelagert haben, oder ob Wurzeln eingewachsen sind. Hier bekommt man schnell und unbürokratisch Hilfe.

Veröffentlicht am 26. August 2015