Mieten & Vermieten

Vorsicht: Ihr Pfandrecht kann zum Bumerang werden

Um Ihre Mietforderungen zu sichern, haben Sie als Vermieter am Eigentum Ihres Mieters ein Pfandrecht. Doch Vorsicht: dieses gesetzlich zugesicherte Pfandrecht kann Ihnen schnell mehr schaden als nutzen. Wägen Sie darum genau ab, ob Sie Ihr Pfandrecht einfordern oder nicht.

Pfandrecht: Ihr Recht als Vermieter
Ist das Mietverhältnis beendet, Ihr Mieter aber mit seiner Miete im Rückstand, dürfen Sie verlangen, dass er sein Eigentum nicht aus der Wohnung fortschafft, bis er seine Schulden vollständig gezahlt hat. Und räumt Ihr Mieter bei Mietende die Wohnung nicht, können Sie für die Zeit, in der Ihnen die Wohnung gegen Ihren Willen vorenthalten wird, eine Nutzungsentschädigung in Höhe der bisherigen Miete von ihm verlangen. Soweit, so gut.

Pfandrecht statt Nutzungsentschädigung
Eines müssen Sie aber immer beachten: Haben Sie Ihr Pfandrecht geltend gemacht und hat der Mieter seine Wohnung nicht vollständig geräumt, muss er Ihnen auch keine Nutzungsentschädigung mehr zahlen. Denn wenn Sie das Pfandrecht anwenden, ist Ihr Mieter ja gesetzlich an der Räumung seiner Wohnung gehindert.

Urteil zum Pfandrecht
In diesem Sinne hat auch unlängst das Berliner Kammergericht (KG) entschieden: Entweder machen Sie Ihr Pfandrecht oder eine Nutzungsentschädigung geltend – beides zusammen geht nicht (KG Berlin, Az.: 8 U 144/04).

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet!
Please wait...

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.