Tipp für Vermieter: Machen Sie den Energieausweis nie zum Bestandteil des Mietvertrags

Wenn Sie den Energieausweis zum Bestandteil eines Mietvertrages machen, kann es brenzlig werden, falls sich später herausstellt, dass die realen Kosten vom Energieausweis abweichen. Ihr Mieter ist dann nämlich unter Umständen berechtigt, Gewährleistungsansprüche geltend zu machen.

Ihre Pflichten als Vermieter gelten für den Zustand der jeweiligen Wohnung bei Abschluss des Mietvertrags. Das betrifft auch den Energieverbrauch. Dieser kann im Lauf eines Mietverhältnisses aber durchaus variieren. Und zwar durch verschiedene Faktoren, etwa strenge oder milde Winter, Leerstand von Nebenwohnungen usw. Die tatsächlichen Verbrauchskosten können also wesentlich höher sein als im Energieausweis angegeben.

1. Wenn Sie den Energiepass einem Mietvertrag als Anlage beizufügen, würde dieser mit seinem vollen Inhalt verbindlicher Bestandteil des Vertrags werden. Schließlich kommt ein Mietvertrag auch ohne die Vorlage des Energieausweises rechtswirksam zustande.

2. Legen Sie den Ausweis dennoch vor, weisen Sie ausdrücklich auf den bloßen Informationscharakter hin. Liegt die Wohnung in einem Altbau, sollten Sie zusätzlich einen Gewährleistungsausschluss vereinbaren. So können Sie sich gegen mögliche spätere Ansprüche Ihres Mieters von vornherein absichern.

Veröffentlicht am 25. Juli 2008
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