Bei Vorschäden muss der Mieter nicht renovieren

Viele Punkte sind hinsichtlich der Schönheitsreparaturen in einer Mietwohnung zu beachten. Wenn z. B. der Zustand der Wände erheblich schadhaft ist muss der Mieter die Wände nicht streichen.

Nach Meinung des Kammergerichts in Berlin muss ein Mieter keine Wände streichen, deren Putz erhebliche Schäden aufweist. Ganz generell sei ein Mieter nicht verpflichtet, Schönheitsrenovierungen vorzunehmen, wenn der Zustand der Wände – zum Beispiel aufgrund von Rissen – erheblich schadhaft ist. In solch einem Fall sind Malerarbeiten wirtschaftlich nicht sinnvoll und können auch nicht fachgerecht ausgeführt werden.

Auf diesen Grundsatz wollte sich ein Ex-Mieter berufen, um keine Schönheitsrenovierungen ausführen zu müssen. Im konkreten Fall kam er damit aber vor dem Kammergericht Berlin aber nicht durch: Die Risse an der Decke wurden nach Ansicht der Richter nämlich vom Mieter selbst verursacht, als er die von ihm angebrachte Deckenverkleidung wieder entfernte (Kammergericht Berlin, Az. 8 U 154/07).

Veröffentlicht am 26. Juni 2009
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