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Nießbrauch: Wohnen Sie weiter im Haus Ihrer Kinder

Nießbrauch: Wohnen Sie weiter im Haus Ihrer Kinder
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Nießbrauch ermöglicht die Nutzung von übertragenen Vermögenswerten. Bei der Übertragung von Vermögen wird dann ein so genanntes Nießbrauch-Recht vereinbart. Beim Nießbrauch wird also einer Person, auch Nießbraucher genannt, das Recht eingeräumt, Nutzungen aus den betreffenden Vermögenswerten zu ziehen.

Nießbrauch in der Familie
So kann sich zum Beispiel der Vater für das auf die Tochter übertragene Mietshaus ein Nießbrauch-Recht im Grundbuch eintragen lassen. Ihm stehen dann die Mieterträge zu. Allerdings muss er auch die Kosten des Objekts tragen. Der Nießbrauch erlischt dann mit dem Tod des Vaters.

Das mit dem Nießbrauch belastete Vermögen geht im Rahmen der Steuerfreibeträge auf die Kinder über, ohne dass zunächst Schenkungssteuer anfällt. Denn die auf Haus und Grund entfallende Steuer wird bis zum Ende des Nießbrauchs zinslos gestundet. Das bedeutet: Der Fiskus kassiert erst dann, wenn das Nießbrauchrecht erlischt.

Beispielrechnung
Wenn Sie den Betrag der gestundeten Schenkungssteuer für die Zeit des Nießbrauchs verzinslich anlegen, wird noch deutlicher, wie Sie vom Nießbrauch profitieren können.

Beispiel:
Der Vater schenkt der Tochter ein Mehrfamilienhaus – Steuerwert: 465.000 € – und lässt sich Nießbrauch-Recht ins Grundbuch eintragen.

Steuerwert der Schenkung:
Freibetrag Kind:                       
                                   465.000 € 
                                  – 205.000 €
steuerpflichtig:                                              260.000 €
gestundete Schenkungssteuer 11 %:                                       28.600 €
Zinsen auf Festgeld 10 Jahre/3 % p.a. (bei Wiedereinlage der Zinsen)                                                 9.836 €
= Wertzuwachs/Vorteil: 34,4 %  

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