Mieten & Vermieten

Mustermietvertrag für Wohnraum

Dieser Mustermietvertrag für Wohnraum ist praxiserprobt. Der Formularmietvertrag deckt alle Punkte ab, die Sie mit Ihrem Mieter für einen möglichst reibungslosen Ablauf des Mietverhältnisses regeln müssen.

Mustermietvertrag

Wohnraummietvertrag

Zwischen ________________________________________________________________________________________
____________________________________________________________________________________ als Vermieter
und _________________________________________________________________________________________
(Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Beruf)
sowie _________________________________________________________________________________________
(Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Beruf)
_________________________________________________________________________________________  als Mieter
_________________________________________________________________________________________
(Adresse)
wird folgender Mietvertrag geschlossen:

§ 1 Mieträume
1. Auf dem Grundstück ____________________________________________________________________________ werden zur Benutzung als Wohnung folgende Räume vermietet:
__________________________________________________________ bestehend aus __________ Zimmern,
(Geschoss, links/rechts/Mitte)
____ Küche, ____ Flur, ____ Bad, ____ WC, ____ Abstellraum, ____ Keller, ____ Boden, ____ Balkon, ____ Terrasse.

2. Mitvermietet werden ___________ Garage/Stellplatz sowie ___________ m2 Garten.

3. Die Wohnfläche beträgt ca. ___________________ m2.

4. Der Mieter ist berechtigt, folgende Einrichtungen und Anlagen gemäß der Benutzungsordnung mitzuverwenden (z. B. Waschküche, Trockenboden):
______________________________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________________________

5. Dem Mieter werden für die Dauer der Mietzeit beim Einzug folgende Schlüssel ausgehändigt:
___ Hausschlüssel, ___ Wohnungsschlüssel, ___ Zimmerschlüssel, ___ Kellerschlüssel, ___ Bodenschlüssel, ___ Briefkastenschlüssel, ___ ………………..schlüssel, ___ ……………….schlüssel.

Mustermietvertrag

§ 2 Unbefristetes Mietverhältnis

1. Das Mietverhältnis beginnt am ______________________ und läuft auf unbestimmte Zeit.

2. Die Kündigungsfrist beträgt sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter drei Monate. Für den Vermieter verlängert sich die Kündigungsfrist auf sechs Monate, wenn seit der Überlassung des Wohnraums mehr als fünf Jahre vergangen sind, und auf neun Monate, wenn seit der Überlassung des Wohnraums mehr als acht Jahre vergangen sind. Erfolgt die Kündigung bis zum dritten Werktag eines Kalendermonats, zählt dieser Monat bei der Berechnung der Kündigungsfrist mit.

3. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es auf den Zugang des Kündigungsschreibens an.

4. Setzt der Mieter den Gebrauch der Mieträume nach Ablauf der Mietzeit fort, so gilt das Mietverhältnis nicht als verlängert. § 545 BGB findet keine Anwendung.

§ 3 Zeitmietvertrag
1. Das Mietverhältnis ist befristet; es beginnt am ________________ und endet am ________________.
Das Mietverhältnis ist auf diesen Zeitraum befristet, weil der Vermieter nach Ablauf der Mietzeit
o die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts nutzen will,
o in zulässiger Weise die Räume beseitigen, wesentlich verändern oder instand setzen will oder
o die Räume an einen zur Dienstleistung Verpflichteten vermieten will.
Erläuterung: __________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________
(den markierten Grund der Befristung bitte hier ausführlich erläutern)

2. Das Recht des Vermieters, gemäß § 558 BGB vom Mieter die Zustimmung zu einer Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete zu verlangen, bleibt durch diese Befristung unberührt. Gleiches gilt für eine Mieterhöhung wegen Modernisierung gem. § 559 BGB.

3. Setzt der Mieter den Gebrauch der Mieträume nach Ablauf der Mietzeit fort, so gilt das Mietverhältnis nicht als verlängert. § 545 BGB findet keine Anwendung.

§ 4 Fristlose Kündigung
Das Recht zur Kündigung ohne Einhaltung einer Frist bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen bleibt unberührt. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

§ 5 Miete, Betriebskosten
1. Die Nettokaltmiete beträgt monatlich                          ________________ Euro
zuzüglich einer Vorauszahlung für die Betriebskosten gemäß §§ 1,2 Betriebskostenverordnung (BetrKV) mit Ausnahme der Heiz- und Warmwasserkosten in Höhe von monatlich                     ________________ Euro
zuzüglich einer Vorauszahlung für die Heiz- und Warmwasserkosten gemäß § 2 Betriebskostenverordnung (BetrKV) in Höhe von monatlich ______________Euro
zuzüglich Garagen-/Stellplatzmiete in Höhe von monatlich ________________ Euro
zuzüglich __________________________________    ________________ Euro
Gesamtbetrag der Miete monatlich                            ________________ Euro

2. Der Vermieter erstellt über die Betriebskosten und die Vorauszahlungen des Mieters einmal im Kalenderjahr eine Abrechnung.  Diese ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Sind Betriebskosten vereinbart worden, so kann jede Vertragspartei nach einer Abrechnung durch Erklärung in Textform eine Anpassung auf eine angemessene Höhe vornehmen. Bei einem Mieterwechsel während des Abrechnungszeitraums ist der Vermieter nicht verpflichtet, eine Zwischenabrechnung zu erstellen.

3. Sach- und Arbeitsleistungen des Vermieters, durch die Betriebskosten erspart werden, dürfen mit dem Betrag angesetzt werden, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte. Die Umsatzsteuer des Dritten darf nicht angesetzt werden.

4. Werden öffentliche Abgaben neu eingeführt oder entstehen Betriebskosten im Sinne der Betriebskostenverordnung neu, so können diese vom Vermieter im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften umgelegt und angemessene Vorauszahlungen festgelegt werden.

5. Der Mieter trägt von den Betriebskosten mit Ausnahme der Heiz- und Warmwasserkosten einen Anteil von ____ % oder – sofern der Anteil nicht festgelegt ist – einen Anteil nach dem Verhältnis der Wohn-/Nutzflächen des Hauses. Handelt es sich bei den Mieträumen um eine vermietete Eigentumswohnung, trägt der Mieter den Betriebskostenanteil entsprechend dem Miteigentumsanteil der Wohnung nach Maßgabe der Verwalterabrechnung zuzüglich solcher Betriebskosten, die nicht in der Verwalterabrechnung enthalten sind, weil sie unmittelbar auf die vermietete Wohnung entfallen (z. B. Grundsteuer).

6. Die Heiz- und Warmwasserkosten werden nach der Heizkostenverordnung zu _____ % nach dem durch Verbrauchmessgeräte erfassten Verbrauch und zu _____ % nach dem Verhältnis der Wohn-/Nutzflächen des Hauses, bei Eigentumswohnungen nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile, verteilt. Bei einem Mieterwechsel ist der Vermieter berechtigt, den Verbrauch entsprechend der Gradtagszahlentabelle abzurechnen. Erfolgt eine Zwischenablesung, sind die Kosten hierfür von dem ausziehenden Mieter zu tragen.

§ 6 Staffelmiete
1. Die in § 5 Ziff. 1 vereinbarte Nettokaltmiete erhöht sich jährlich,
ab __________________ auf __________________ , ab ______________ auf __________________ ,
ab __________________ auf __________________ , ab ______________ auf __________________ ,
ab __________________ auf __________________ , ab ______________ auf __________________ ,
ab __________________ auf __________________ , ab ______________ auf __________________ ,
ab __________________ auf __________________ , ab ______________ auf __________________ ,

2. Während der Geltung der Staffelmiete sind keine sonstigen gesetzlichen Mieterhöhungen mit Ausnahme einer Erhöhung der Betriebskosten und ihrer Vorauszahlungen zulässig.

§ 7 Indexmiete
1. Die Parteien vereinbaren, dass die Nettokaltmiete gemäß § 5 Ziff. 1 durch den vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland bestimmt wird (Indexmiete), und zwar wie folgt:
Die Nettokaltmiete ändert sich jeweils frühestens nach Ablauf eines Jahres im gleichen prozentualen Verhältnis, wie sich der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 2000 = 100) gegenüber dem Preisindex verändert hat, der für den Zeitpunkt des Mietbeginns bzw. für den Zeitpunkt der jeweils letzten Mieterhöhung gilt.

2. Bei Vereinbarung der Indexmiete ist eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete gemäß § 558 BGB ausgeschlossen. Eine Mieterhöhung wegen Modernisierung gem. § 559 BGB ist nur zulässig, wenn der Vermieter bauliche Maßnahmen aufgrund von Umständen durchgeführt hat, die er nicht zu vertreten hat.

§ 8 Zahlung der Miete
1. Die Mietzahlung ist monatlich im Voraus, spätestens am 3. Werktag eines Monats, an den Vermieter zu leisten. Für die Rechtzeitigkeit der Mietzahlung kommt es auf den Eingang des Geldes an.

2. Die Miete wird wie folgt gezahlt:
o Der Mieter überweist die Miete auf das nachbenannte Konto:
Konto-Inhaber: ______________________________
Konto-Nr.: _________________________________
Kreditinstitut: ________________________________
BLZ: ______________________________________
oder
o Der Mieter ermächtigt den Vermieter, die Miete sowie die Nachzahlungen aus den Betriebs- und Heizkostenabrechnungen im Lastschrift-Einzugsverfahren von dem nachbenannten Konto abzubuchen:
Konto-Inhaber: ______________________________
Konto-Nr.: _________________________________
Kreditinstitut: ________________________________
BLZ: ______________________________________

§ 9 Mietsicherheit
1. Der Mieter leistet bei Abschluss des Mietvertrags eine Mietsicherheit in Höhe von _____________ Euro, höchstens jedoch in dreifacher Höhe der monatlichen Nettokaltmiete. Ist als Sicherheit eine Geldsumme bereitzustellen, so ist der Mieter zu drei gleichen monatlichen Teilzahlungen berechtigt. In diesem Fall ist die erste Teilzahlung zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

2. Der Vermieter hat eine ihm als Sicherheit überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anzulegen. Die Anlage muss vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen. Die Erträge stehen dem Mieter zu, sie erhöhen die Mietsicherheit.

3. Die Rückzahlung der Mietsicherheit erfolgt, sobald der Mieter die Mietsache geräumt hat und soweit dem Vermieter keine Ansprüche aus dem Mietverhältnis gegen den Mieter zustehen.

§ 10 Zustand der Mietsache
1. Der Gebrauch der Mietsache wird im Zustand bei Übergabe gewährt. Beide Parteien erstellen bei der Übergabe gemeinsam ein Übergabeprotokoll, in dem der Zustand der Mietsache festgehalten wird, und das von beiden Parteien zu unterzeichnen ist.

2. Eine verschuldensabhängige Haftung des Vermieters wegen anfänglicher oder nachträglicher Mängel ist ausgeschlossen, es sei denn, dass es sich um versteckte Mängel handelt oder der Vermieter Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zu vertreten hat; § 536a Abs. 1 BGB findet insoweit keine Anwendung.

3. Wird das Mietgebäude aus vom Vermieter nicht zu vertretenden Gründen vollständig zerstört oder ist bei teilweiser Zerstörung die Wiederherstellung mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden, so ist der Vermieter nicht zum Wiederaufbau bzw. zur Wiederherstellung verpflichtet.

§ 11 Benutzung der Mieträume
1. Der Mieter verpflichtet sich, die Mieträume und die gemeinschaftlichen Einrichtungen schonend und pfleglich zu behandeln und ordnungsgemäß zu reinigen. Für eine ausreichende Belüftung und Beheizung der Mieträume hat der Mieter Sorge zu tragen.

2. Der Mieter darf die Mieträume nur zu dem vertraglich vereinbarten Zweck benutzen. Will er die Mieträume zu anderen Zwecken nutzen, so ist dazu die schriftliche Zustimmung des Vermieters erforderlich. Dies gilt insbesondere für eine andere Verwendung als zu Wohnzwecken, insbesondere gewerbliche Nutzung.

3. Eine Untervermietung oder Überlassung des Wohnraums an Dritte bedarf der schriftlichen Zustimmung des Vermieters. Bei unbefugter Überlassung an Dritte oder Untervermietung ist der Vermieter zur fristlosen Kündigung verpflichtet.

4. Der Mieter ist berechtigt, in den Mieträumen Haushaltsmaschinen (z. B. Wasch- und Geschirrspülmaschinen) aufzustellen, wenn und soweit die Kapazität der vorhandenen Installation ausreicht und Belästigungen der Hausbewohner sowie Beeinträchtigungen der Mietsache und des Grundstücks nicht zu erwarten sind.

5. Die Installation von Kabelanschlüssen bedarf der Zustimmung des Vermieters. Gleiches gilt für die Installation von Einzelantennen oder Satellitenempfangsanlagen auf dem Dach, an der Hausfassade oder sonstigen, von außen sichtbaren Gebäudeteilen sowie auf Balkonen, Terrassen oder sonstigen Außenflächen. Bei Installation einer Antenne oder Satellitenempfangsanlage durch den Mieter kann der Vermieter seine Zustimmung davon abhängig machen, dass der Mieter ihn von allen im Zusammenhang mit der Installation entstehenden Kosten, Gebühren und Schäden frei hält sowie für den Aufwand bei der Beseitigung der gesamten Antennenanlage bei Auszug des Mieters in angemessener Weise Sicherheit leistet.

§ 12 Tierhaltung
Der Mieter bedarf der Zustimmung des Vermieters, wenn er in den Mieträumen ein Tier halten will, es sei denn, es handelt sich um Kleintiere (z. B. Wellensittich, Zierfisch). Der Vermieter darf die Zustimmung zur Tierhaltung nicht verweigern, wenn Belästigungen der Hausbewohner oder Beeinträchtigungen der Mietsache nicht zu erwarten sind.

§ 13 Instandhaltung und Instandsetzung der Mieträume
1. Der Mieter hat in den Mieträumen und am Haus auftretende Schäden unverzüglich dem Vermieter anzuzeigen, sobald er sie bemerkt. Der Vermieter ist verpflichtet, bei einem wesentlichen Mangel der Mietsache innerhalb einer angemessenen Pflicht für Abhilfe zu sorgen. Der Mieter hat keinen Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen, wenn er dem Vermieter keine Gelegenheit zur Beseitigung des Mangels gegeben hat. Für durch verspätete Anzeige von Schäden verursachte Folgeschäden haftet der Mieter.

2. Der Mieter haftet für Schäden, die durch die Verletzung seiner Obhuts-, Sorgfalts- und Anzeigepflicht schuldhaft verursacht werden. Er haftet gleichfalls gegenüber dem Vermieter für Schäden, die durch ihn, seine Familienangehörigen oder von ihm beauftragte Handwerker sowie Personen, die sich mit seinem Einverständnis auf dem Grundstück oder im Haus aufhalten, schuldhaft verursacht werden.

3. Der Mieter trägt die Kosten für in den Mieträumen anfallende Kleinreparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen. Die Kleinreparaturen umfassen das Beheben kleiner Schäden an Gegenständen und Einrichtungen, die seinem ständigen Gebrauch unterliegen, wie den Installationsgegenständen für Elektrizität, Wasser und Gas, den Heiz- und Kocheinrichtungen, den Fenster- und Türverschlüssen sowie den Verschlusseinrichtungen der Fensterläden. Der Mieter trägt die Reparaturkosten bis zu 85 Euro pro Einzelfall. Pro Mietjahr ist der Aufwand für den Mieter auf acht Prozent der jährlichen Nettokaltmiete begrenzt.

4. Thermen sind einmal jährlich von einer Fachfirma zu warten. Der Mieter trägt die jährlich entstehenden Wartungskosten bis zu 85 Euro.

§ 14 Schönheitsreparaturen
1. Der Mieter ist verpflichtet, während der Mietzeit, spätestens aber bis zur Beendigung des Mietverhältnisses, die nach dem Grad der Abnutzung erforderlichen Schönheitsreparaturen innerhalb der Mieträume fachgerecht auszuführen. Dazu gehören folgende Arbeiten:
Das Tapezieren, Anstreichen der Wände und Decken, das Streichen der Innentüren, Fenster und Außentüren von innen, das Streichen der Heizkörper und Heizrohre sowie das Pflegen und Reinigen des Fußbodens (Teppichbodens).

2. Endet das Mietverhältnis vor Eintritt der Verpflichtung zur Durchführung von Schönheitsreparaturen, so hat der Mieter die anteiligen Kosten für die Schönheitsreparaturen aufgrund eines Kostenvoranschlags eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachbetriebs an den Vermieter zu zahlen. Dabei ist in der Regel von folgenden Kostenquoten auszugehen: Liegen die letzten Schönheitsreparaturen für die Nassräume während der Mietzeit länger als zwei Jahre zurück, so zahlt der Mieter 33 %, liegen sie länger als drei Jahre zurück, so zahlt er 66 %. Liegen die letzten Schönheitsreparaturen für die sonstigen Räume während der Mietzeit länger als zwei Jahre zurück, so zahlt der Mieter 20 % der Kosten aufgrund dieses Kostenvoranschlags an den Vermieter, liegen sie länger als drei Jahre zurück 40%, länger als vier Jahre 60%, länger als fünf Jahre 80%.
Der Mieter kann diesen Anspruch vermeiden, indem er die Schönheitsreparaturen selbst vornimmt oder vornehmen lässt.

§ 15 Bauliche Veränderungen durch den Vermieter
1. Der Vermieter darf bauliche Veränderungen, die zur Erhaltung des Gebäudes oder der Mieträume oder zur Abwendung drohender Gefahren oder zur Beseitigung von Schaden erforderlich werden, auch ohne Zustimmung des Mieters vornehmen.

2. Maßnahmen zur Verbesserung der Mieträume oder des Gebäudes, zur Einsparung von Energie oder Wasser oder zur Schaffung neuen Wohnraums hat der Mieter zu dulden. Dies gilt nicht, wenn die Maßnahme für ihn, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters und anderer Mieter in dem Gebäude nicht zu rechtfertigen ist. Dabei sind insbesondere die vorzunehmenden Arbeiten, die baulichen Folgen, vorausgegangene Aufwendungen des Mieters und die zu erwartende Mieterhöhung zu berücksichtigen. Die zu erwartende Mieterhöhung ist nicht als Härte anzusehen, wenn die Mietsache lediglich in einen Zustand versetzt wird, wie er allgemein üblich ist.

3. Der Vermieter hat dem Mieter spätestens drei Monate vor Beginn der Maßnahme deren Art sowie voraussichtlichen Umfang und Beginn, voraussichtliche Dauer und die zu erwartende Mieterhöhung in Textform mitzuteilen.

§ 16 Bauliche Veränderung durch den Mieter
1. Bauliche Veränderungen (Um- und Einbauten, Installationen jeglicher Art), dürfen nur mit Zustimmung des Vermieters vorgenommen werden. Eine etwa erforderliche Baugenehmigung hat der Mieter auf seine Kosten einzuholen. Alle durch die baulichen Veränderungen entstehenden Kosten hat der Mieter zu tragen.

2. Der Mieter haftet für alle Schäden, die im Zusammenhang mit den von ihm vorgenommenen baulichen Veränderungen stehen. Das gilt auch dann, wenn der Vermieter seine Zustimmung zu den Arbeiten erteilt hat.

3. Der Vermieter kann seine Zustimmung zu baulichen Veränderungen des Mieters davon abhängig machen, dass der Mieter ihn von allen, im Zusammenhang mit den baulichen Veränderungen entstehenden Kosten, Gebühren und Schäden frei hält sowie für den Aufwand bei der Beseitigung der baulichen Veränderungen bei Auszug des Mieters in angemessener Weise Sicherheit leistet.

§ 17 Betreten der Mieträume durch den Vermieter
1. Dem Vermieter oder einem von ihm Beauftragten ist es gestattet, in angemessenen zeitlichen Abständen (ca. 1 x im Jahr) die Mieträume zu betreten, um festzustellen, ob sich die Mieträume in einem vertragsgemäßen Zustand befinden; auf eine persönliche Verhinderung des Mieters ist Rücksicht zu nehmen. Gleiches gilt, wenn in den Mieträumen Schäden aufgetreten sind oder die Notwendigkeit bzw. der Umfang von Instandsetzungsarbeiten in den Mieträumen oder am übrigen Gebäude ermittelt werden soll.

2. Bei Beendigung des Mietverhältnisses oder bei Verkauf des Grundstücks ist es dem Vermieter oder einem von ihm Beauftragten gestattet, die Mieträume zusammen mit Mietinteressenten bzw. Kaufinteressenten zweimal wöchentlich werktags in der Zeit von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr nach rechtzeitiger Ankündigung zu betreten. Der Mieter verpflichtet sich, Vorkehrungen dafür zu treffen, dass die Mieträume auch in seiner Abwesenheit betreten werden können.

§ 18 Beendigung des Mietverhältnisses
1. Bei Beendigung des Mietverhältnisses hat der Mieter die Mieträume vollständig geräumt, gesäubert und in einem vertragsgemäßen Zustand zurückzugeben.

2. §§ 13 und 14 finden Anwendung. Der Mieter hat dem Vermieter sämtliche Schlüssel zu übergeben. Das gilt auch für etwaige vom Mieter selbst beschaffte Schlüssel.

3. Der Mieter kann die von ihm in den Mieträumen geschaffenen Einrichtungen wegnehmen. Der Vermieter kann aber verlangen, dass diese Einrichtungen in den Mieträumen verbleiben. In diesem Fall hat der Vermieter an den Mieter einen Geldbetrag zu leisten, der für die Neuanschaffung der jeweiligen Einrichtungen erforderlich wäre, abzüglich eines angemessenen Betrags für die bereits eingetretene Abnutzung der Einrichtungen.

4. Verlangt der Vermieter die Wiederherstellung des früheren Zustands, so hat der Mieter die erforderlichen Arbeiten auf seine Kosten auszuführen.

§ 19 Personenmehrheit als Mieter
1. Sind mehrere Personen Mieter (z. B. Ehegatten, Partner einer Lebensgemeinschaft), so haften sie für alle Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis als Gesamtschuldner.

2. Erklärungen im Rahmen eines solchen Mietverhältnisses müssen von oder gegenüber allen Mietern abgegeben werden. Die Mieter bevollmächtigen sich jedoch gegenseitig zur Entgegennahme von Erklärungen des Vermieters. Diese Bevollmächtigung gilt auch für die Entgegennahme von Mieterhöhungserklärungen und Kündigungserklärungen des Vermieters, nicht aber für eine Aufhebung dieses Vertrags.

§ 20 Schriftform, Salvatorische Klausel
1. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass zusätzlich zu diesem Mietvertrag keinerlei mündliche Nebenabreden bestehen. Jegliche Änderungen oder Ergänzungen des Mietvertrages bedürfen der Schriftform.

2. Sollten einzelne Bestimmungen aus diesem Vertrag nichtig oder unwirksam sein oder werden, sind sich die Parteien darüber einig, dass die übrigen Klauseln des Vertrages ihre Gültigkeit behalten sollen. An Stelle der unwirksamen oder nichtigen Klauseln gelten dann die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen.

§ 21 Sonstige Vereinbarungen
(zum Beispiel Wegereinigung und Streupflicht, Gartennutzung und -pflege)
______________________________________________________________________________________________
______________________________________________________________________________________________
______________________________________________________________________________________________
______________________________________________________________________________________________

§ 22 Anlagen
1. Betriebskostenverordnung
2. Hausordnung
3. Übergabeprotokoll

___________________________        ____________________________
Ort, Datum                                                             Ort, Datum
___________________________        ____________________________
Unterschrift Vermieter                                       Unterschrift  Mieter

Mehr Informationen zum Thema Vermietung erhalten Sie in dem Artikel: Vermietung: Tipps für ein erfolgreiches Mietverhältnis.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.