Mieten & Vermieten

Mietschulden und fristlose Kündigung

Begleicht ein Mieter seine Mietschulden innerhalb einer bestimmten Frist, kann er Ihre fristlose Kündigung unwirksam machen. Dies gilt aber nur, wenn der gesamte Betrag bezahlt wird. In einem jetzt entschiedenen Fall ging es um einen verbliebenen Betrag von 0,25€, der von einem Rückstand in Höhe von 779,50€ (zwei Monatsmieten) übriggeblieben war.

Wegen des Rückstandes in Höhe von zwei Monatsmieten hatte der Vermieter eine fristlose Kündigung ansgesprochen und klagte später gegen den Mieter, als dieser nicht ausziehen wollte. Während des Räumungsprozesses zahlte der Mieter 779,25 €, damit er in der Wohnung bleiben konnte. Die Gesetzeslage ist eindeutig: Begleicht ein Mieter seine Mietschulden innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der Räumungsklage, ist die Kündigung unwirksam. Dieses Recht hat der Mieter allerdings nur ein Mal in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Im oben geschilderten Fall musste der Mieter trotzdem ausziehen, da er die Mietschulden nicht komplett bezahlt hatte. Bleibt ein Rückstand, auch weniger als ein Euro, bleibt auch die Kündigung wirksam. Das jedoch unter der Voraussetzung, dass der Vermieter die volle Summe abgemahnt hat, die genaue Höhe des Rückstandes dem Mieter also bekannt war (AG Tempelhof-Kreuzberg, Az. 15 C 553/06).

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.