Mieten & Vermieten

Mietrecht: Mieter darf nicht eigenmächtig modernisieren

Das Amtsgericht Neukölln hatte über folgenden Fall zu befinden: Eine Frau hatte eine Wohnung gemietet, die weder ein Bad noch eine Dusche enthielt. Der Mietvertrag wurde vor 20 Jahren geschlossen. Eines Tages war die Mieterin mit dieser Situation nicht mehr einverstanden.

Mietrecht: Mieter darf nicht eigenmächtig modernisieren

Ohne ihren Vermieter zu informieren ließ sie im Schlafzimmer einen seit 17 Jahren unbenutzten Kachelofen abreißen und durchbrach die Wand, um Wasserleitungen von der Küche an die Dusche heranzuführen. Sodann errichtete sie eine "Mobildusche", die sie in einem Baumarkt gekauft hatte. Als der Vermieter dies mitbekam, kündigte er der Mieterin fristlos. Bei Gericht traf man sich wieder.

Der Berliner Richter bestätigte die Kündigung und gab dem Vermieter Recht. Zwar sei die Mieterin befugt, eine "Mobildusche" aufzustellen. Denn diese sei einer Waschmaschine vergleichbar, weshalb deren Installation nicht der Genehmigung des Vermieters bedarf.

Allerdings sei die Mieterin nicht befugt gewesen, bauliche Veränderungen vorzunehmen. Das Abreißen des Kachelofens, die Wanddurchbrüche und das Verlegen von Wasserleitungen ist ohne eindeutige Gestattung des Vermieters ganz klar rechtswidrig. Dies muss sich ein Vermieter nicht gefallen lassen. Das Verhalten der Mieterin sei derart gravierend, dass der Vermieter fristlos kündigen dürfe, entschied das Gericht. (AG Neukölln, Az 8 C 71/04)

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.