Mieten & Vermieten

Für Schönheitsreparaturen können Sie die Miete nicht beliebig erhöhen

Für Schönheitsreparaturen können Sie die Miete nicht beliebig erhöhen
geschrieben von Burkhard Strack

Feste Fristen für Schönheitsreparaturen in Formularmietverträgen sind nicht wirksam, daher müssen Vermíeter die notwendigen Instandsetzungsarbeiten auf eigene Kosten durchführen. Dies hatte auch der Eigentümer einer vermieteten Wohnung getan.

Nach der Durchführung der Schönheitsreparaturen forderte der Wohnungseigentümer  eine höhere Miete, und zwar die ortsübliche Vergleichsmiete und einen Aufschlag für Schönheitsreparaturen. Der Mieter protestierte.

Am Ende musste sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Angelegenheit befassen: Auf Grund der unwirksamen Schönheitsreparaturklausel kann der Vermieter einen Mietaufschlag verlangen, die Mieterhöhung darf jedoch nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete gehen. Was darüber hinaus geht, ist unzulässig (BGH, AZ. VIII ZR 181/07).

Weiterhin geht aus dem Urteil hervor, dass der Vermieter nicht verlangen kann, dass Mieter Schönheitsreparaturen von einem Fachhandwerker durchführen lassen. Sie können die Reparaturen selbst erledigen oder sie von Bekannten oder Verwandten vornehmen lassen.

Bei der Kalkulation des Mietzuschlags müssen die niedrigeren Kosten, die sich dadurch ergeben, berücksichtigt werden. Der Vermieter kann in diesem Fall nur einen geringeren Mietaufschlag fordern.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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