Mieten & Vermieten

Ihre Betriebskostenabrechnung muss verständlich sein – sonst ist sie unwirksam

Das Langericht Berlin hat entschieden, dass Sie als Vermieter auf die Verständlichkeit Ihrer Betriebskostenabrechnung achten müssen. Das heißt: Auf unverständliche Abkürzungen sollten Sie verzichten!

Im Urteilsfall wollte ein Mieter aus Berlin seine Betriebskostenabrechnung nicht akzeptieren. Er verstand sie schlichtweg nicht. Denn sie enthielt Begriffe wie "Str.Intern", "Rgl.Hzg" und "Str.Hpt.Übergabe". Da der Vermieter auch keine Erläuterungen zu den Abkürzungen in den Betriebskostenabrechnung mitgeliefert hatte, bekam der Mieter vor Gericht sogar Recht.

Betriebskostenabrechnung muss für durchschnittlichen und nicht vorgebildeten Mieter verständlich sein

Die Richter am Landgericht Berlin entschieden: Mieter haben ein Anrecht darauf, eine verständliche Betriebskostenabrechnung zu erhalten. Sie muss für den durchschnittlichen weder juristisch noch betriebswirtschaftlich geschulten Mieter gedanklich nachvollziehbar sein – ansonsten ist sie unwirksam.
Tipp: Wenn Sie Abkürzungen verwenden, sollten Sie sie zumindest einmal erklären.
Beispiel: Sie möchten in der Betriebskostenabrechnung nicht immer wieder das Wort "Abrechnungsperiode" ausschreiben. Dann reicht es, wenn Sie die Abkürzungbeim ersten Mal erklären: "ergibt sich aus der Abrechnungsperiode (Aper.) …" Dann können Sie die Abkürzung danach in der Betriebskostenabrechnung problemlos verwenden.
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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.