Mieten & Vermieten

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Ihre Wohnung war beim Einzug nicht renoviert? Dann brauchen Sie beim Auszug weder die Wände, die Türen, noch die Fensterrahmen streichen. Das hat der Bundesgerichtshof so entschieden. Lesen Sie hier, worauf Sie achten müssen.

Viele Vermieter haben ihre Wohnung mit einer Einbauküche ausgestattet, um die Wohnung damit leichter vermieten zu können und zusätzlich eine höhere Miete zu erzielen. Doch Vorsicht: Auch wenn eine Einbauküche die Vermietung einer Wohnung vielerorts erleichtert, kann dieser Schuss durchaus nach hinten losgehen.

Die Unterbringung von Asylbewerbern ist für viele Städte und Gemeinden ein großes Problem. Daher haben sich viele Wohnungseigentümer dazu entschlossen, ihre Wohnung an Asylbewerber zu vermieten. Dem stehen die anderen Wohnungseigentümer aber oft mit gemischten Gefühlen gegenüber und versuchen sogar, die Vermietung an Asylbewerber durch eine entsprechende Beschlussfassung zu unterbinden.

Ihr Mieter hat zwar das Recht zur Mietminderung, gleichzeitig aber auch Pflichten in Bezug auf Mietmängel. Die wichtigste Pflicht: Ihnen Mängel unverzüglich anzuzeigen. So etwas kommt im Vermieteralltag leider immer wieder vor: Bei einer Wohnungsbesichtigung stellen Sie fest, dass ein Dachfenster undicht ist. Die darunterliegende Wand ist bereits feucht und schimmelt.

Vermieter und Verwalter erleben nicht selten, dass Mieter die Instandhaltung der Immobilie und die Beseitigung von Mängeln behindern. Das kommt sogar vor, wenn Mieter die Mängel zunächst selbst angezeigt haben und eifrig die Miete mindern. Ein solches Verhalten brauchen Sie sich aber nicht bieten zu lassen.

Erfreulich für alle Vermieter: Das Amtsgericht Saarbrücken erlaubt jetzt Mietbürgschaften, die über das höchstzulässige Maß von 3 Monatsmieten ohne Betriebskosten hinausgehen (Urteil v. 28.05.15, Az. 120 C 51/15).

Vorsicht: Sie können Ihren Nachzahlungsanspruch aus einer Betriebskostenabrechnung verlieren, wenn Ihr Verhalten beim Mieter den Eindruck erweckt, dass Sie auf die Nachzahlung verzichten! Diese sogenannte Verwirkung tritt schneller ein als die Verjährung, wie ein Urteil des Amtsgerichts Köln aus dem Jahr 2013, das erst kürzlich veröffentlicht wurde, zeigt (Urteil v. 20.07.13, Az. 226 C 57/13).

Der Alptraum eines jeden Vermieters ist ein Messie-Mieter, der die Mietwohnung vollständig verwahrlosen lässt, jedes freie Fleckchen mit nutzlosem Unrat vollstellt, sodass der Weg zu den Fenstern verbaut und Lüften nicht mehr möglich ist. In welchen Fällen Sie sich das nicht gefallen lassen müssen, lesen Sie hier.

Eine Modernisierung müssen Sie Ihrem Mieter mindestens 3 Monate zuvor ankündigen. Dabei ist der Mieter auch über die zu erwartende Mieterhöhung zu informieren. Welche Folgen es hat, wenn die spätere Mieterhöhung deutlich über Ihren Angaben liegt, hat nun der BGH geklärt.

Nachdem Sie dem Mieter die Kündigung wegen Eigenbedarfs angekündigt haben, wurde ein Mietaufhebungsvertrag verhandelt. Da der Mieter aber eine absurd hohe Abfindung verlangte, haben Sie die Verhandlungen beendet und das Mietverhältnis endgültig gekündigt. Die Kündigung wurde dem Mieter Ende Januar mit Übergabe-Einschreiben zugesendet, welches er jedoch nicht annahm. Wie der Bundesgerichtshof in einem vergleichbaren Fall entschied, erfahren Sie in diesem Artikel.