Instandhaltung

Wie Sie Ihre Immobilie richtig sanieren

Wie Sie Ihre Immobilie richtig sanieren
geschrieben von Burkhard Strack

Das Eigenheim zählt für die meisten Menschen zu einem der erstrebenswertesten Ziele im Leben. Immerhin sichert eine Immobilie die eigene Zukunft, bietet der Familie ein solides Heim und kann auch im Alter für deutliche Entlastung sorgen. Nicht immer aber ist der Bau eines Hauses die richtige Wahl. Wie Sie Ihre Immobilie richtig sanieren können, erfahren Sie hier.

Entschließen Sie sich zum Kauf eines Hauses, das bereits fertiggestellt und schon einige Jahre alt ist, haben Sie bereits einen wichtigen Schritt getan. Entscheidend ist es nun aber auch, das neue Haus zukunftsfähig zu machen. Die Sanierung der Immobilie sollten Sie daher schon vor dem Kauf des Hauses im Blick behalten, denn auch der Kreditbetrag kann je nach Aufwand und Kostenfaktor angepasst werden.

Es lohnt sich daher, ein Haus vor dem Unterzeichnen des Kreditvertrages auf Herz und Nieren zu prüfen und mögliche Sanierungsaufgaben in die Kostenkalkulation aufzunehmen.

Das Wohnklima verbessern

In Ihrem Haus möchten Sie nicht nur wohnen, sondern auch ein gesundes und langes Leben verbringen. Umso wichtiger ist es daher für Sie, auf mögliche Schadstoffe und Wohnraumgifte zu achten, die sich als Gefahr für Ihre Gesundheit erweisen können. Achten Sie daher beim Kauf einer Immobilie auf eine mögliche Schimmelbelastung.

Grundsätzlich ist ein Haus, in dem sich ein Schimmelbefall zeigt, nicht „verloren.“ Mit einer umfangreichen Schimmelsanierung durch fachlich versierte Unternehmen lässt sich der Schimmel beseitigen und dauerhaft fernhalten. Hierbei spielt insbesondere auch die Feuchtigkeit in Wohnräumen eine Rolle. Die Sanierung des Kellers und der Außenwände spielt bei Schimmel eine wichtige Rolle. Alte Häuser sind nach außen hin nur wenig geschützt vor Feuchtigkeit, weswegen sich eine nachträgliche Sanierung absolut lohnt.

Ist Schimmel in Ihrer neuen Immobilie kein Problem, so finden Sie möglicherweise andere Belastungen im Bereich der verwendeten Baumaterialien.

Gerade bei Fertighäusern der älteren Generation informiert das Institut für angewandte Umweltforschung über mögliche Belastungen durch Schadstoffe wie Formaldehyd oder Holzschutzmittel, die auch nach vielen Jahren noch für eine deutliche Belastung der Raumluft sorgen. Auch Asbest steht an dieser Stelle immer wieder in der Kritik, denn in älteren Häusern findet sich dieser gesundheitsschädliche Baustoff sehr häufig.

Bestehen die Wände oder auch das Dach aus asbesthaltigen Materialien, sollten Sie diese unbedingt erneuern. Im Alleingang ist dies jedoch nicht zu empfehlen, da für die Entfernung und Entsorgung von Asbest sehr strenge Regelungen gelten. Große Gefahren drohen für Ihre Gesundheit, denn Asbest begünstigt nicht nur Allergien und Atemwegserkrankungen, sondern kann auch eine Krebserkrankung auslösen.

Die unnötige Freisetzung von Asbestfasern und mögliche gesundheitliche Folgen umgehen Sie beispielsweise mit einer vorherigen Beratung zur Asbestentsorgung durch die Kati GmbH. An dieser Stelle zu sparen, ist keinesfalls erstrebenswert, denn statt mit Geld zahlen Sie im Ernstfall mit Ihrer Gesundheit.

Energieeffizienz schaffen

Ein älteres Haus kann aus vielerlei Gründen ineffizient sein. Dies begründet sich vor allem durch die weniger fortschrittlichen Möglichkeiten, die beim Bau von Häusern noch vor einigen Jahren bereit standen. Besonders aufschlussreich ist ein Energieausweis. Dieser ist seit Mai 2014 sogar Pflicht, weswegen Sie auf Informationen hinsichtlich des energetischen Zustandes bestehen können. Schon in der Immobilienanzeige müssen Inserenten wichtige Details hierüber offenlegen.

Ist das Haus, das Sie kaufen wollen, in einem energetisch nicht einwandfreien Zustand, so kann das spätere Wohnen zu einer durchaus teuren Angelegenheit werden. Die Sanierung im Bereich der Wärme ist daher besonders wichtig. Laut Focus ist es hierbei sogar möglich, bis zu 76 Prozent der bisherigen Energiekosten einzusparen. Funktionieren kann dies auf verschiedene Art und Weise.

Schon der Austausch der Fenster birgt ein großes Sparpotenzial. Sind in der Immobilie nur ein- oder zweifach verglaste Fenster zu finden, so gibt das Haus viel Wärme nach Außen ab. Heizkörper, die direkt unter den Fenstern liegen, verlieren hierdurch einen großen Teil ihres eigentlichen Potenzials. Hilfreich ist die komplette Sanierung der Fensterflächen, indem moderne Rahmen und mindestens dreifach verglaste Fensterflächen verbaut werden. Durch isolierte Rollläden lässt sich der dämmende Effekt noch verstärken.

Ähnliches gilt für die Haustür. Sie werden bei alten Haustüren nicht selten einen Luftzug entlang der Türkanten bemerken. Nicht immer lässt sich dies durch Einfügen eines Isolierbandes lösen, weswegen der komplette Austausch der Haustür empfehlenswert ist.

Wie Sie Ihre Immobilie richtig sanieren

Ein schlecht isoliertes Dach verschlingt Heizkosten.

Auch die Hauswände selbst geben bei alten Häusern viel Heizwärme ab. Besonders während der Wintermonate, wenn es draußen kalt ist, muss die Heizung im Inneren sehr viel mehr leisten, um das Haus angenehm warm zu halten. Durch eine umfangreiche Isolierung der Außenwände packen Sie dieses Problem jedoch beim Schopf. Noch etwas weiter gehen Sie mit der zusätzlichen Isolierung des Daches. Hierfür braucht es nicht zwingend die modernsten Technologien und Materialien, denn bereits eine solide Dämmung mit einfachen Dämmmatten bewirkt beachtliche Einsparungen.

Die Heizung im Blick behalten

Bei der Sanierung Ihrer Immobilie hinsichtlich des Energieverbrauchs lohnt sich auch ein Blick auf die bestehende Heizung. Je nach Alter und Ausstattung der Immobilie finden sich hier durchaus veraltete Modelle mit hohem Verbrauch und wenig Leistung. Das Problem hierbei ist auch, dass diese Heizungen nicht nur viel Gas oder Öl verbrauchen, sondern auch auf der Stromrechnung deutliche Spuren hinterlassen.

Oft ist der Austausch der Heizung daher ein wichtiger Schritt bei der Sanierung. Durch moderne Brennwertgeräte sparen Sie nicht nur Brennstoffe, sondern reduzieren dauerhaft auch den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt. Da insbesondere der Kauf und die Installation der Heizung einen großen Geldbetrag fordern, sollten Sie die Kosten für dieses Vorhaben im Rahmen der Immobilienfinanzierung einrechnen.

Vergessen Sie an dieser Stelle jedoch nicht, dass sich die energetische Sanierung der Heizungsanlage auch für die Umwelt lohnt. Nicht selten gibt es aus diesem Grund Fördermöglichkeiten für die Anschaffung neuer Heizungsanlagen. So können Sie dauerhaft von der Investition profitieren und Ihre finanzielle Belastung verringern.

Bildquelle: 1. roegger (CC0-Lizenz)/ pixabay.com, 2. Kincse_j (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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