Instandhaltung

Kaltes Wasser könnte die Energiequelle der Zukunft sein

Kaltes Wasser könnte die Energiequelle der Zukunft sein
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geschrieben von experto.de

Auf der hawaiianischen Insel Saipan wird derzeit Kraftwerk gebaut, welches eine ganze Siedlung mit Strom versorgen soll. Einzige Energiequelle soll eiskaltes Wasser sein, das aus 1.000 Meter vom Meeresboden zur Oberfläche gepumpt wird. Vorteil: Die Anlage produziert nebenher frisches Trinkwasser sowie kühle Luft zur Klimatisierung der Häuser.

Common Heritage Corporation, das Unternehmen hinter dem Projekt, hat unlängst 75 Mio. Dollar Wagniskapital erhalten.
So funktioniert das Meereswärmekraftwerk (Fachwort: Ocean Thermal Energy Conversion, OTEC): Das hochgepumpte Wasser wird durch ein System aus Rohren an der Oberfläche geleitet. Durch den Temperaturunterschied entstehen in einem ersten Schritt salzfreies Kondenswasser und kalte Luft. In einem zweiten Schritt läuft das kalte Tiefenwasser – zusammen mit dem warmen Meerwasser – durch einen Wärmetauscher. Dabei entsteht Strom.
Einschätzung des Magazins "Der Trendletter": Die Idee, aus Temperaturunterschieden Elektrizität zu erzeugen, ist nicht neu. Versuche laufen seit den 70er Jahren. Doch bislang ist die Energieausbeute gering, da ein Großteil des gewonnenen Stroms zum Heraufpumpen des Wassers verbraucht wird.
Innovative Materialien, vor allem für den Ansaugschlauch und den Wärmetauscher, könnten das Verfahren jetzt wirtschaftlich machen – freilich nicht für alle Regionen. OTEC funktioniert nur, wenn die Temperatur am Meeresboden mindestens 20 Grad Celsius niedriger ist als die an der Oberfläche. Als Kraftwerksstandorte kommen nur Regionen in der Nähe des Äquators in Betracht.

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