Auf die Stehlgutliste kommt es an

Die sogenannte Stehlgutliste ist eine detaillierte Auflistung von Gegenständen, die einem bei einem Einbruch gestohlen wurden, und die man von der Wohngebäudeversicherung gern ersetzt hätte. Das Wichtigste zuerst: Diese Liste muss unverzüglich sowohl bei der Polizei als auch bei der Versicherung eingericht werden.

Das Oberlandesgericht Köln hat die Wichtigkeit der Stehlgutliste in seiner Entscheidung (Az. 9 U 193/06) noch einmal hervorgehoben. Mündliche Angaben oder Stichworte reichen nicht: Gefordert ist eine Liste der gestohlenen Gegenstände mit Beschreibung, so detailliert wie möglich, und Angabe des Neupreises.

Wer keine Stehlgutliste abgibt, oder zu spät, verliert, allgemein gesprochen, seinen Versicherungsschutz, und bekommt nichts ersetzt. Auch wer nur der Versicherung gegenüber Angaben über die Gegenstände macht, riskiert den Versicherungsschutz.

Die Stehlgutliste soll der Polizei die Suche nach dem Diebesgut erleichtern und die Versicherung vor ungerechtfertigten Zahlungen schützen. Besonders bei technischen Geräten kann anhand der Stehlgutliste oft ermittelt werden, ob diese aus einem Einbruch stammen. Weiterhin wiesen die Kölner Richter darauf hin, dass die Stehlgutliste ohne eine Aufforderung der Versicherung einzureichen ist.

Kommt es also zu einem Einbruchsdiebstahl, müssen Sie nicht nur den Einbruch melden, sondern auch eine Stehlgutliste erstellen und sie sowohl der Polizei als auch dem Versicherer unverzüglich einreichen.

Veröffentlicht am 24. September 2008