Immobilienrecht

Wie wird man Immobilienmakler?

Wie wird man Immobilienmakler?
geschrieben von Armin Nowak

Makler werden ist nicht schwer, Makler sein dagegen sehr. Gerade in der jetzigen Zeit, wo scheinbar sehr viele Immobilien in Großstädten sehr leicht verkauft werden, sehen sich einige Quereinsteiger dazu berufen, Immobilienmakler zu werden. Aber wie wird man eigentlich Immobilienmakler?

Im Gegensatz zum europäischen Ausland ist es hierzulande sehr einfach, den Beruf des Immobilienmaklers auszuüben. Die einzige Voraussetzung ist eine Erlaubnis nach § 34 c der GewO (Gewerbeordnung). Diese bekommt man gegen eine geringe Gebühr beim zuständigen Landratsamt als Aufsichtsbehörde.

Und schon kann man loslegen. Immobilienfachwissen? – Fehlanzeige! Learning by Doing ist angesagt. Rechtlich ist es tatsächlich so
einfach; ob man sich aber gegen die vielen Mitbewerber durchsetzen wird,
hängt tatsächlich vom Fachwissen ab.

Einem Franchisegeber anschließen

Für Quereinsteiger oder Anfänger gibt es u. a. die Möglichkeit, sich
einem der großen Franchisegeber, wie beispielsweise REMAX, von Poll, ERA
Immobilien oder Engel und Völkers, anzuschließen. Diese Firmen werben
mit Service rund um die Organisation, sodass sich der Makler seiner Hauptaufgabe, dem Immobilienvertrieb, widmen kann. Auch die jeweilige starke Kooperation mit einer bekannten Marke
am Immobilienmarkt wird als Vorteil verkauft. Der Bekanntheitsgrad
dieser Marke des Systems fungiert angeblich als wichtiger Türöffner bei
den Geschäftsbeziehungen.

  1. Geringe Investitionskosten, gerade in der Startphase
  2. Überregionale Werbung
  3. Optimale Kostenstruktur
  4. Telefonannahme für den Makler mit kostenloser Kundenhotline
  5. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten mit externem Zertifizierungslehrgängen
  6. Individuelle Akquise und aktiver Kundenkontakt
  7. Innovative Marketingstrategien
  8. Lukrative Gemeinschafts- und Zusatzgeschäfte
  9. Bereitstellung modernster IT-Strukturen und Software
  10. Hilfe bei der eigenen Internetseite inklusive Social Media
  11. Firmeneigenes Intranet mit Schulungsunterlagen, Formularen, Verträgen usw.
  12. Kostenlose Ausstattung mit vielen Printprodukten wie Flyer,
    Präsentationsmappen, Verkaufsschildern, Maklernasen, Maklergalgen usw.

Eine gute Hilfe bieten auch die IHKs und der IVD (Immobilienverband
Deutschland) mit der Möglichkeit, sich in Fachseminaren Fachwissen
anzueignen. Auch ein Studiengang in der DIA (Deutsche
Immobilienakademie) Freiburg ist möglich.

Wer ganz ohne Hilfe starten will, fängt bei null an oder überlegt
sich, ob er nicht ein bestehendes Immobilienunternehmen übernehmen kann.
Standvermögen und ein guter finanzieller Hintergrund sind dann aber in
beiden Fällen unabdingbar.

Über Ihren Experten

Armin Nowak

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