Mieter muss die Eignung des Nachmieters beweisen

Darum muss der Mieter die Eignung des Nachmieters beweisen.

Möchte ein Mieter aus einem langfristigen Mietvertrag aussteigen, lassen sich die meisten Vermieter nur darauf ein, wenn ein geeigneter Nachmieter vorhanden ist. Doch das führte in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten.

Der Mieter nannte dem Vermieter den Namen eines potenziellen Nachmieters und meinte, damit alles für die Beendigung des Mietverhältnisses getan zu haben. Hierzu hat der BGH aktuell entschieden: Die reine Benennung eines potenziellen Nachmieters reicht nicht. Darauf brauchen Sie sich nicht einzulassen (Urteil v. 07.10.15, Az. VIII ZR 247/14).

Im konkreten Fall ging es um einen langfristigen Mietvertrag, aus dem der Mieter aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels vorzeitig entlassen werden wollte. Der Vermieter erklärte sich dazu bereit, wenn er ihm einen Nachmieter benennen werde. Daraufhin benannten die Mieter einen potenziellen Nachmieter und verlangten einen Besichtigungstermin.

Vermieter verlangte weitere Unterlagen

Der Vermieter verlangte zunächst eine schriftliche Erklärung zu den Familienverhältnissen, eine Mieterselbstauskunft, eine Bonitätsauskunft, eine Verdienstbescheinigung, eine Kopie der Personalausweise sowie die schriftliche Erklärung, den Mietvertrag vorbehaltlos zu unterschreiben. Da er diese Unterlagen nicht erhielt, setzte er auch keinen Besichtigungstermin an. Die Mieter, die bereits ausgezogen waren, meinten, sie hätten ihre Pflicht mit der Benennung des Nachmieters bereits erfüllt, und stellten die Mietzahlungen ein.

Zu Unrecht, wie der BGH entschied. Soll das Mietverhältnis durch die Stellung eines Nachmieters beendet werden, reicht es nicht, wenn der Mieter lediglich den Namen des Nachmieterkandidaten benennt. Er ist auch dazu verpflichtet, dessen Eignung zu beweisen. Daher hätten die Mieter hier die geforderten Unterlagen beibringen müssen.

Fazit

Wenn Sie sich auf die Stellung eines Nachmieters einlassen, denken Sie daran: Ihr Mieter muss schon mehr als die Nennung eines Namens leisten, um vorzeitig aus dem Mietvertrag herauszukommen.

Veröffentlicht am 24. Mai 2016
Diesen Artikel teilen