Diese wichtigste Kennziffer für Immobilien müssen Sie kennen

Mit der richtigen Kennzahl können Sie Immobilien besser in ihrer Verzinsung einschätzen.

Im Endeffekt ist der Marktfaktor eine einfache Berechnung, bei der der Kaufpreis ins Verhältnis gesetzt wird zur jährlichen Netto-Kaltmiete. Damit beschreibt diese Kennzahl umgekehrt, im Fachjargon auch reziprok genannt, wie die Bruttoverzinsung des Objekts aussieht.

Hierzu ein einfaches Beispiel: In der Praxis haben wir einen Marktfaktor von 10. Wenn Sie also die jährlichen Netto-Mieteinnahmen mit 10 multiplizieren haben Sie den Verkaufspreis. Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass die pro Jahr zu erzielende Verzinsung bei 10% des Objektswerts liegt.

Der Marktfaktor bietet einen guten Richtwert

Sehr schön wäre es, wenn ich Ihnen an dieser Stelle einen klaren Richtwert für den Marktfaktor geben könnte. Doch wie Sie sich auch vorstellen können, hat jede Region und jede Metropole in Deutschland einen spezifischen Marktfaktor. In relativ wirtschafts- und strukturschwacher Regionen mit einer eher geringen Nachfrage haben Markt Multiplikatoren von maximal 10-11. Gebiete mittlerer und guter Qualität kommen mit Werten von eins zu 12 bis 15 aus. Stärker nachgefragte Gebiete haben typische Faktoren von eins zu 15 und oberhalb und beste Gebiete wie München oder Hamburg bringen es regelmäßig auf Faktoren von 20 bis 25.

Der Marktmultiplikator und umgekehrt die Verzinsung geben also an, wie nachhaltig und attraktiv ein entsprechender Standort beziehungsweise eine entsprechende Immobilie auf dem Markt ist.

Veröffentlicht am 22. September 2016