Immobilienrecht

Eine Vermitlergebühr für Haushaltshilfen ist nicht „haushaltsnah“ absetzbar

Eine Vermitlergebühr für Haushaltshilfen ist nicht „haushaltsnah“ absetzbar
geschrieben von Burkhard Strack

Wer im Privathaushalt eine Putz- oder Gartenhilfe beschäftigt, kann deren Lohn und die Abgaben an die Minijob- Zentrale als „haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis“ absetzen. 20% der Kosten mindern die fälligen Steuern, maximal sind es 510 €. Doch stellt sich die Frage: Ist auch die Vermittlungsgebühr absetzbar, die eine Privatperson an eine Agentur zahlt, um eine Haushaltshilfe zu bekommen? Das Finanzgericht Köln hat dazu Stellung bezogen. Seine Antwort lautet: Nein (Urteil v. 21.10.2015, Az. 3 K 2253/13).

Vermittlungsagentur berechnet 204 €

Rund 1.900 € hatte eine Frau in ihrer Steuererklärung in der Zeile „haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse“ eingetragen. Doch die Summe enthielt nicht nur den Lohn für ihre Putzhilfe und Abgaben an die Minijob-Zentrale, sondern auch die Gebühr, die sie für die Vermittlung der Putzhilfe gezahlt hatte. Um diesen Posten minderte das Finanzamt die geltend gemachte Summe. Dagegen klagte die Betroffene – blieb aber erfolglos.

Absetzbar sind nur Lohn- und Lohnnebenkosten

Absetzbar im Rahmen haushaltsnaher Beschäftigungsverhältnisse seien nur der Lohn und die Lohnnebenkosten, also die Abgaben an die Minijob-Zentrale. Nicht steuerlich berücksichtigungsfähig seien dagegen die Vermittlungsgebühren.

Vermieter können Vermittlungsgebühr absetzen

Jetzt wissen Sie: Im Privathaushalt sind die Kosten für Putz- oder sonstige Haushaltshilfen nur in einem sehr engen Rahmen steuerlich akzeptiert. Im Mietshaus dagegen brauchen Sie keine Einschränkungen zu befürchten.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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