Immobilienrecht

In diesen Ländern droht eine Immobilienblase

In diesen Ländern droht eine Immobilienblase
Heiko Böhmer
geschrieben von Heiko Böhmer

Die EZB hat eine Studie zu Entwicklung der europäischen Immobilienmärkte veröffentlicht. Dabei gilt die Warnung für Wohnimmobilien immerhin in 8 Ländern.

Im Einzelnen sind das Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, die Niederlande, Schweden und Großbritannien.

Entscheidend dabei ist, dass eine solche Warnung bislang von Seiten der europäischen Aufsichtsbehörden noch nicht ausgesprochen worden ist.

Gefahr gilt nicht kurzfristig, sondern nur mittelfristig

Doch was ist nach Ansicht der EZB ein Kriterium zur Bestimmung einer Immobilienblase? Auch hierfür liefert die Studie eine Antwort, denn laut EZB haben die massiv angestiegenen Immobilienmärkte in den einzelnen Ländern das Potenzial die Finanzstabilität dort zu gefährden.

Wichtig dabei: Hier geht es nicht um kurzfristige Risiken, sondern um eher mittelfristige Risiken. Bei der Benennung von konkreten Faktoren gelten für die acht identifizierten Länder vor allen Dingen zwei große Problemfelder.

So könnte es bei allgemeinen wirtschaftlichen Turbulenzen und damit steigender Arbeitslosigkeit eben dazu kommen, dass viele Kredite im Immobilienbereich nicht mehr bedient werden könnten.

Zum anderen würde eben ein abrupter Preisrückgang bei Immobilien dazu führen, dass die Sicherheiten der privaten Kredite nicht mehr ausreichen auch das würde für die Banken Schwierigkeiten bedeuten.

Deutschland wird im Immobilienbereich nicht als gefährdetes Land angesehen. Damit hebt sich die EZB klar von anderen Experten ab, die eben auch bei uns in Deutschland die Gefahr einer Blasenbildung sehen.

Bildnachweis: Aamon/Adobe Stock

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