Immobilien

Immobilieneigentum in der Schweiz – eine gute Anlage?

Immobilieneigentum in der Schweiz – eine gute Anlage?
geschrieben von Dietmar Kern

Unter Anlage-Gesichtspunkten haben Sie übrigens nichts verpasst und verpassen in Zukunft wahrscheinlich noch weniger, wenn es Ihnen nicht gelingt, direkt Hauseigentümer in der Schweiz zu werden. Der Schweizer Immobilienmarkt war lange Zeit hindurch gekennzeichnet von der Übernachfrage von Kapitalanlegern und institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften.

Ein Immobilienkauf in der Schweiz ist an Regeln gebunden

Die Begehrtheit schweizer Immobilien hat über in die Höhe getriebene Preise zu niedrigen Renditen geführt. Inzwischen hat die internationale Immobilienmarktkrise aus den angelsächsischen Ländern auch die Schweiz erwischt.

An den Wohnungsmärkten dürfte das wieder auf Schweizer Niedrigstände zurückgefallene Zinsniveau für ausgeglichene Märkte sorgen. Bei Gewerbeimmobilien müsse Sie aber vor Investitionen, aber auch über Fonds, beobachten, ob sich die verlorene Sicherheit der Vermietbarkeit zu angemessenen Sätzen wieder einstellt.

Wenn Sie keine Ferienimmobilien in der Schweiz gekauft haben, können Sie sich glücklich schätzen

Nach Schweizer Recht unterliegen die Verkäufe von Immobilien eines Ausländers an einen anderen Ausländer der erneuten Ausländer-Genehmigung. Hiervon gibt es aber für die gesamte Schweiz innerhalb eines Kalenderjahres keine 2000, von denen auf die Kantone mit starkem Fremdenverkehr nur 200 bis 400 Lizenzen entfallen. Das bedeutet: Sie kommen nicht wieder zu einem angemessenen Preis davon los.

Diese wenigen Genehmigungen werden in den Kantonen natürlich in erster Linie für Neubauten erteilt, weil dadurch die auch in der Schweiz notleidende Bauwirtschaft Beschäftigung erhält. Deswegen sind die Chancen als deutscher Eigentümer einer Ferienwohnung eine Verkaufslizenz an einen anderen Ausländer zu erhalten, gleich null.

Verkauf meist nur an gebürtige Schweizer möglich

Das Ermüdende für den Verkaufswilligen ist, dass ihm eine Verkaufsgenehmigung vielfach nicht sofort klar verwehrt wird, sondern dass man ihm womöglich noch Hoffnungen macht, als Härtefall Berücksichtigung zu finden. Wer sich darum bemüht, seine finanzielle Not und auf Anforderung noch zusätzlich schwere Krankheiten nachzuweisen, wird als nächstes den Nachweis erbringen müssen, dass er vergeblich versucht habe, die Ferienimmobilie "zu Gestehungskosten" Schweizern anzubieten, die keiner Kaufbewilligung bedürfen.

Der Verkauf an einen Schweizer ist also die einzige Möglichkeit, eine solche Ferienimmobilie wieder loszuwerden. Sie dürfen dann aber weder einen Ausgleich für die Entwertung des von Ihnen bei der Anschaffung in das Grundstück investierten Geldes noch gar eine Kapitalverzinsung erwarten. Einzelne schweizer Makler bieten daher Immobilien aus ausländischem Besitz besonders preiswert für Schweizer an.

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Dietmar Kern

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