So funktioniert die Baufinanzierung für Beamte

Beamte erhalten meist gute Konditionen für eine Baufinanzierung

Für Beamte gibt es spezielle Konditionen bei der Vergabe von klassischen Baufinanzierungsdarlehen. Zusätzlich gibt es für Staatsdiener aber auch spezielle Kredite, die sogenannten Beamtenkredite. Sie locken mit günstigen Konditionen und bei der Baufinanzierung mit einer Besonderheit.

Der Traum vom Haus ist ein Lebensprojekt, das die meisten zwischen ihrem 30. und 40. Lebensjahr angehen. Die Finanzierung dauert in der Regel 20 bis 30 Jahre und es wird empfohlen sie bis zur Rente abgeschlossen zu haben, da dann das Einkommen sinkt.

Wer sich um einen Baufinanzierungskredit bemüht, muss nicht nur bereits vorhandenes Kapital vorweisen, sondern auch Einblicke in seine Einkommenssituation geben. Ein sicherer Job mit einem regelmäßigen Einkommen wird dabei bevorzugt, sodass es besonders Selbstständige schwer haben, einen Finanzierungskredit zu erhalten.

Beamte erhalten gute Konditionen bei einer Baufinanzierung

Besonders einfach einen Baufinanzierungskredit zu erhalten ist es für Beamte. Ihre Jobs gelten als sehr sicher, ihr Einkommen ist in der Regel gut und regelmäßig, sodass eine Baufinanzierung an Beamte nicht nur schnell vergeben wird, sondern meist auch noch extra günstige Konditionen in Aussicht gestellt werden. Das Risiko für die Bank ist bei Beamtenfinanzierungen relativ gering, da sie Staatsangestellte selten in Bedrängnis kommen, ihre Raten zu tilgen.

Eine Alternative zu einem direkten Baufinanzierungsdarlehen ist ein Beamtenkredit. Die Besonderheit dieses Kredits ist die Vergabe ohne eine bestimmte Zweckbindung, sodass er für alle möglichen Investitionen eingesetzt werden kann. Beamtenkredite werden in der Regel bis zu einer Obergrenze von zwei Jahresgehältern vergeben, 80.000 – 100.000 Euro sind kein Problem.

Immobilienfinanzierung ohne Grundbucheintrag

Dieser Betrag könnte bereits der Großteil einer Immobilienfinanzierung sein und wird ohne Grundbucheintrag vergeben. Die Absicherung des Beamtendarlehens erfolgt nicht durch die Immobilie oder das gekaufte Objekt an sich, sondern durch die Kapitallebensversicherung, die gleichzeitig mit dem Kredit abgeschlossen wird.

Ihre Immobilie gehört den finanzierenden Beamten daher direkt von Beginn an und falls es doch mal zu Zahlungsengpässen kommt, müssen sie nicht gleich mit negativen Konsequenzen für ihr Objekt rechnen. Für die Finanzierung einer Immobilie bieten Beamtendarlehen zusätzlich die nötige langfristige Laufzeit, die zwischen zehn und zwanzig Jahren liegt. 

Niedrige Kreditzinsen, aber auch niedrige Kapitallebensversicherungszinsen

Die Kreditzinsen bei einem Beamtenkredit sind im Vergleich zu anderen Baufinanzierungskrediten gering, da das Ausfallrisiko verhältnismäßig gering ist. Hinzu kommt noch die Kapitallebensversicherung, die sicher stellt, dass die Bank selbst im Todesfall zu 100 % ihr Geld zurück bekommt.

Die Lebensversicherung ist für den Beamten der Topf für die Kredittilgung – er zahlt seine monatlichen Versicherungsbeiträge einfach so lange ein, bis die Kreditlaufzeit endet. Die Bank erhält kein Geld in dieser Zeit, außer einen geringen Zinsanteil. Zum Ende der vereinbarten Laufzeit geht die Versicherungssumme dann an die Bank und der Beamte ist schuldenfrei. 

Ein Beamtenkredit kann sich lohnen

Das Guthaben, was über die Kapitallebensversicherung angespart wird, wird natürlich auch verzinst – zu Gunsten des Kreditnehmers. In Anbetracht der niedrigen Zinsentwicklung für Lebensversicherungen ist dieser Gewinn aber relativ überschaubar.

Für Beamte sind Beamtenkredite eine gute Sache und können sich lohnen. Zwar sollte auf den Zinsgewinn durch die Lebensversicherung nicht der Fokus gelegt werden, da dieser eher gering ausfällt – der Vorteil der günstigen Zinsen und die Tatsache, dass kein Grundbucheintrag nötig ist, sind aber durchaus positiv.

Lesen Sie mehr zum Thema Baufinanzierung in diesem Artikel!

Veröffentlicht am 30. April 2015
Diesen Artikel teilen