Immobilie als Anlage

3 Tipps, um die KfW-Programme richtig zu nutzen

3 Tipps, um die KfW-Programme richtig zu nutzen
geschrieben von Burkhard Strack

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet eine ganze Reihe interessanter Förderprogramme an, die sowohl aus günstigen Kreditlinien als auch aus Tilgungszuschüssen bestehen können. Allerdings reicht sie die vielfältigen Mittel nicht direkt aus, sondern nutzt dazu Partnerbanken.

Schon bei die Selektion der in Frage kommenden Programme ist schwierig – wir geben Ihnen wichtige Tipps, um das Potenzial effektiv auszuschöpfen.

1. Überblick zum KfW-Angebot verschaffen

Die Internetseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist übersichtlich aufgebaut, sodass sich der relevante Bereich relativ schnell eingrenzen lässt: Wollen Sie beispielsweise ein Eigenheim bauen oder sanieren, können Sie die enorme Anzahl der Fördermöglichkeiten eingrenzen und anzeigen lassen. Wichtig sind die Voraussetzungen, die Sie mit Ihrem Vorhaben erfüllen müssen, um überhaupt eine Förderung in Anspruch zu nehmen.

Beispiel: Programm 153 "Energieeffizient Bauen"

Dieses Finanzierungsangebot umfasst eine Kreditsumme von bis zu 100.000 Euro (Stand April 2016) für die Bausumme, der Kauf des Grundstückes wird hingegen nicht gefördert. Die Zinsbindung kann zwischen zehn und 20 Jahren gewählt werden, wenn die Laufzeit mindestens zehn Jahre beträgt. Der effektive Jahreszins variiert in Abhängigkeit von Laufzeit und Zinsbindung zwischen 0,75 und 1,51 Prozent (Stand April 2016), tilgungsfreie Jahre können ebenfalls eingeplant werden.

Erfüllt Ihr Bauvorhaben die unterschiedlich hohen Standards für Effizienzhäuser, unterstützt Sie die KfW mit Tilgungszuschüssen von bis zu 15 Prozent bzw. 15.000 Euro (Stand April 2016). Auf der anderen Seite müssen Sie zur Feststellung der Förderfähigkeit und Begleitung der Baumaßnahme einen Experten hinzuziehen, dessen Kosten Sie zu tragen haben. Diesen Punkt sollten Sie ebenfalls im Vorfeld recherchieren, um nicht die Vorteile der KfW-Förderung von vornherein zunichte zu machen.

2. Seriösen Finanzvermittler konsultieren

Haben Sie herausgefunden, welche Programme der KfW für Ihr Vorhaben in Frage kommen, benötigen Sie einen Finanzierungspartner, der nicht nur den eventuell darüber hinausgehenden Finanzierungsbedarf abdeckt, sondern auch die Anträge bei der KfW stellt. Sie werden nicht unbedingt auf viel Gegenliebe stoßen, denn nicht alle Banken sind an der Abwicklung von KfW-Fördermitteln interessiert: Sie haben zwar Anspruch auf eine umfassende Beratung zu den Fördermöglichkeiten, die Bank ist aber nicht zur Inanspruchnahme verpflichtet.

Gleichzeitig sind die konkreten Konditionen und Bedingungen in die Abwägungen einzubeziehen: Rechnen Sie nämlich die Kosten für den Experten mit ein, reduziert sich der Vorteil, den Sie aus dem Tilgungszuschuss ziehen können. Ein seriöser Finanzvermittler wird hier mit dem spitzen Stift kalkulieren und die aktuell am Mark zu erzielenden Konditionen akribisch vergleichen. Eröffnet sich ein Einsparpotenzial im Zusammenspiel mit einer Bankfinanzierung, wird er mit dem Finanzierungspartner alle Formalitäten für Sie erledigen.

3. Finanzierungen optimal aufeinander abstimmen

Ob Sie einen Finanzvermittler einschalten oder sich selbst betätigen, sollten Sie doch darauf achten, dass die Laufzeiten und Zinsbindungsfristen des Förderkredites mit denen des zusätzlichen Darlehens übereinstimmen.

Nach Ablauf der Zinsbindung, die Sie angesichts der extrem niedrigen Zinssätze so lang wie möglich vereinbaren können, müssen die Kredite neu verhandelt werden, sollte noch eine Restschuld offen stehen. Um hier nicht unnötige Risiken einzugehen, stimmen Sie die Laufzeiten am besten aufeinander ab und fassen die dann noch zu verbleibende Restschuld zusammen. Nutzen Sie bei Bedarf ein Forward-Darlehen, können Sie sich vorausschauend Sicherheit verschaffen.

Fazit

Die Vielzahl der Fördermöglichkeiten ist enorm, ausschlaggebend ist immer, ob Ihr Vorhaben den strengen Auflagen der Kreditanstalt für Wiederaufbau entspricht – hier gilt es kritisch abzuwägen. Mit einer Recherche im Vorfeld können Sie die Möglichkeiten selektieren, die Abwicklung muss jedoch über eine Partnerbank laufen.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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