Wertermittlung auf dem Grundstücksmarkt

Die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt sind bedingt durch Angebot und Nachfrage. Hierfür sind die allgemeine Wirtschaftssituation und die Entwicklung des Kapitalmarktes, insbesondere aber auch die Entwicklung am Standort maßgeblich. Rendite und Werthaltigkeit der Kapitalanlage „Immobilie“, insbesondere der unvergängliche Bodenwert, gewinnen wieder zunehmend an Bedeutung.

Die Gutachterausschüsse der Städte oder Kreise führen Kaufpreissammlungen über alle getätigten Verkäufe des Erhebungsgebietes. Die Auswertungen dieser Daten ermöglichen die jährliche Erstellung von Bodenrichtwertkarten. Die Bodenrichtwerte zeigen in jeweils kleinen Bereichen des jeweiligen Gemeindegebietes den ermittelten durchschnittlich erzielten Verkaufspreis für Grundstücke auf dem Grundstücksmarkt.
Bei bebauten Grundstücken sind die Ausschüsse gehalten, auch den Wert der Grundstücke im unbebauten Zustand zu ermitteln. Ein weiteres Ergebnis der Auswertungen sind die ebenfalls jährlich erstellten Berichte vom Grundstücksmarkt. In diesen Berichten werden statistische Daten über alle Verkäufe veröffentlicht, beispielsweise die Anzahl aller Verkaufsfälle nach Objektarten gestaffelt oder die allgemeine Preisentwicklung auf dem Grundstücksmarkt.
 
Zudem bietet der Grundstücks-Bewertungsspiegel des TÜV Süddeutschland für alle Gemeinden, Städte, Stadtteile und Straßenabschnitte in Deutschland eine flächendeckende, detaillierte Datengrundlage zur Bewertung von Immobilien. Aber auch die Erkenntnisse der Makler oder sonstiger Sachverständiger über die Entwicklung des Marktes sowie permanente Beobachtung der Entwicklungen auf dem Grundstücksmarkt sind von großer Wichtigkeit.
Veröffentlicht am 19. September 2005