Mietimmobilie: Kaufpreis ist entscheidend

Wenn Sie eine Mietimmobilie erwerben, ist die Aufteilung des Kaufpreises steuerlich sehr wichtig, denn einen Teil können Sie geltend machen: Den reinen Hauspreis können Sie mittels Abschreibung als Werbungskosten absetzen.

Mietimmobilie: Kaufpreis wird geteilt
Der reine Hauspreis sind Werbungskosten, die Sie als Abschreibung geltend machen können. Der Teil des Kaufpreises, der den Grund und Boden ausmacht, ist allerdings nicht absetzbar. Die Aufteilung des Kaufpreises für die Mietimmobilie erfolgt im Notarvertrag. Wenn es keine wirtschaftlichen Zweifel daran gibt, ist das Finanzamt an diese Aufteilung gebunden.

Mietimmobilie: Kaufpreis entscheidet
Das Finanzamt darf den Anteil des Kaufpreises für den Grund und Boden nicht einfach schätzen. Dies geht aus einem Urteil des sächsischen Finanzgerichts (FG) hervor. Die Aufteilung, die die Parteien vorgenommen haben, entscheidet über die Ermittlung der Abschreibung. Ändert das Finanzamt die Beträge, muss der Käufer dies nicht akzeptieren: Der Kaufpreis einer Mietimmobilie ist aussagekräftiger als ein geschätzter Bodenrichtwert (FG Sachsen, Az. 8 K 327/07).

Veröffentlicht am 10. Juni 2009
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