Hauskauf & Hausverkauf

Klären Sie über das Kostenrisiko bei Bauvorhaben immer sorgfältig auf

Bauvorhaben werden häufig teurer als geplant. Nur, in welchem Rahmen sich das Kostenrisiko bewegen darf, und wer das zu vertreten hat, ist die Frage. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) jetzt entschied, kann ein Bauherr auch dann einen Schadenersatzanspruch gegen den Architekten haben, wenn sich die Baukosten innerhalb des Toleranzrahmens von 30% erhöhen, und es keine vereinbarte Kostenobergrenze gab (BGH, 28.06.2007, Az. VII ZR 107/06).

Der Architekt hatte die Sanierungskosten eines Altbaus auf 825.000€ geschätzt, die tatsächlichen Kosten lagen bei 1.025.000€. Der Bauherr machte Schadenersatz gegenüber dem Architekten geltend. Das BGH entschied für den Bauherrn, nur die genaue Höhe des Schadenersatzes muss noch geklärt werden.

Der Architekt habe sich eine Pflichtverletzung gegenüber dem Bauherrn zuschulden kommen lassen, da er ihn nicht darüber informierte, dass die Schätzung der Kosten sich innerhalb eines bestimmten Rahmens bewegt, und wie groß dieser ist. Gerade bei Altbausanierungen müsse auf das Kostenrisiko besonders hingewiesen werden.

Tipp:
Informieren Sie Ihre Auftraggeber immer, mit welchen Toleranzen Sie kalkulieren und klären Sie über besonders veränderungsanfällige Kostenpunkte auf. Aktualisieren Sie Ihre Schätzung regelmäßig und lassen Sie sich Änderungen gegenzeichnen.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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