Hauskauf & Hausverkauf

Immobilienfinanzierung: In diesem Fällen kann die Grundschuld zum Verhängnis werden

Die eingeräumte Grundschuld ist bei der Immobilienfinanzierung als Sicherheit für die Bank gedacht. Bei Abtretung ist sie aber nicht mehr an das Darlehen gebunden. Sie kann selbst dann getrennt verwertet werden, wenn ein Kredit ordnungsgemäß abbezahlt wurde. Denn:

Der mit einer Bank getroffene Sicherungsvertrag, Zweckerklärung genannt, geht nicht auf Erwerber über. Selbst wenn der Kredit bei der alten Bank fast abbezahlt ist, kann aus der vollen Grundschuld vollstreckt werden. 
Die Immobilie kommt zur Versteigerung, weil die Vorlage der vollstreckbaren Urkunde dafür ausreicht. Ob ein solcher Anspruch zu Recht besteht, muss kein Gericht überprüfen.
Schadenersatzansprüche gegen den Erwerber können Grundstückseigentümer nur selten durchsetzen. Das setzt beim Erwerber der Grundschuld positive Kenntnis über die tatsächlichen Verhältnisse voraus. Doch selbst wenn die alte Bank alle Unterlagen übergeben hat, reicht das nicht zwangsläufig zur Kenntnis.
Es ist deshalb mehr als überfällig, dass der Gesetzgeber den Schutz von Kreditnehmern verbessert. Banken sollen künftig auch nicht abtretbare Darlehen anbieten. Gegebenenfalls zu höheren Zinsen. Indes: Die Grundschuld soll laut Justizministerium bleiben. Nur Schadenersatzansprüche will man erleichtern. Wurde zu Unrecht zwangsversteigert, soll eine verschuldensunabhängige Haftung greifen.
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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.