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Warum selbst Milliardäre jetzt mit Baudarlehen finanzieren

Warum selbst Milliardäre jetzt mit Baudarlehen finanzieren
geschrieben von Magdalena Szarafin

Die Unsicherheit in der Euro-Zone und Zinssätze, die zurzeit sehr tief liegen, bewegen viele von uns dazu, sich die Frage zu stellen: wohin mit dem Geld? Eine schöne Immobilie ist nicht die schlechteste Lösung. Viele stellen sich ferner die Frage nach der Baufinanzierung. Lesen Sie hier, wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das intelligent gemeistert hat.

Gute und schlechte Schulden

In einem meiner früheren Beiträge, Erstellen auch Sie Ihre persönliche Bilanz – so geht’s, habe ich Ihnen u. a. das Konzept der guten und schlechten Schulden von Robert Kiyosaki kurz vorgestellt. Generell gilt: gute Schulden sind diese, die Sie reich machen und dagegen ziehen Ihnen schlechte Schulden Geld aus der Tasche.

Wohneigentum oder zur Miete?

Die traditionelle Denkweise lässt die Annahme zu, dass man durch ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung, die ja eine Substanz darstellen, Kosten spart. Das ist nur teilweise richtig. Die Bausubstanz ist etwas festes, das stimmt. Wenn Sie diese vermieten und monatlich positive Cashflows erwirtschaften, dann werden Sie tatsächlich reicher.

Aber wenn Sie die Wohnung oder das Haus selbst nutzen, müssen Sie damit rechnen, dass diese Ihnen weitere Kosten, Risiken und Verpflichtungen verursachen werden.

Baufinanzierung à la Mark Zuckerberg

Dennoch entscheiden sich viele Menschen, Wohnungen oder Häuser zu kaufen, um dort selbst zu wohnen, statt zur Miete. Rechnerisch kann man das nicht nachvollziehen, emotional aber vielleicht.

Manche versuchen sogar, die Immobilie vollständig mit Eigenkapital zu finanzieren. Sie sagen, naja, das kann ich mir doch leisten. Leisten – natürlich, nur: lohnt sich das überhaupt?

Auch Mark Zuckerberg, der 28-jährige Milliardär, US-amerikanischer Unternehmer und Gründer von Facebook, hat sich letztens eine Residenz für 6 Millionen USD gekauft. Viele hat die Tatsache sehr verwundert, dass sich ein Milliardär dafür entscheidet, sein neues Wohneigentum über die Bankfinanzierung zu erwerben. Die Entscheidung ist aber nicht verkehrt.

Zuckerberg hat ein 30-jähriges Baudarlehen mit einem variablen Zinssatz von 1,05 % p. a. aufgenommen. Das ist also viel tiefer, als die Inflationsrate in den USA, die z. Z. bei 1,7 % liegt! Gut verhandelt, nicht wahr?

Bei einem so günstigen Zinssatz würde es sich überhaupt nicht lohnen, die Residenz mit Eigenkapital zu finanzieren. Dieses kann Zuckerberg jetzt gut anlegen und sein Geld in seinem Sinne hart arbeiten lassen.

Fazit der Geschichte

  1. Wenn Sie eine Immobilie kaufen wollen, denken Sie an die guten und schlechten Schulden. Das selbst genutzte Wohneigentum stellt für Sie eine Verbindlichkeit, nicht ein Aktivposten dar! Nur in der Bilanz der finanzierenden Bank taucht Ihr Wohneigentum als ein Aktivposten auf.
  2. Wenn Sie sich aber doch entscheiden, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, gestalten Sie die Finanzierung sorgfältig. Denken Sie daran, dass das Kapital, das Sie als Eigenanteil einsetzen würden, für Sie arbeiten könnte und Ihnen höhere Rendite bringen, als der Zinssatz Ihres Baudarlehens. Auch Mark Zuckerberg arbeitet nach diesem Modell!
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Magdalena Szarafin

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