Ausstiegs-Chance für überteuerte Immobilien-Darlehensverträge

Nach neuester Rechtsprechung ist der Abschluss von Darlehensverträgen durch Treuhänder Rechtsberatung. Die Treuhandmodelle auf Kreditbasis unterliegen dem Rechtsberatungsgesetz (BGH Az. III ZR 182/00). Treuhänder brauchen deshalb eine Zulassung als Anwalt. Nutzen Sie diese Regelung, um aus überteuerten Verträgen auszusteigen.

Fehlt Treuhändern die Zulassung als Anwalt, kann das Rückabwicklungsansprüche zur Folge haben. Bei schlechten Konditionen können sich auch Schadenersatzansprüche gegen die Bank ergeben.

Hinweis
Besonders aussichtsreich sind diese Chancen, wenn die Bank keine Original-Vollmachtsurkunde hat. Das macht Grundschuldbestellungen und Vollstreckungsunterwerfungserklärungen unwirksam. Gegen eine Vollstreckung könnte Vollstreckungsabwehrklage erhoben werden. Betroffene sollten sich von einem im Bankenrecht erfahrenen Anwalt über das Vorgehen beraten lassen.

Denn: Die Erfolgsaussichten einer außergerichtlichen Einigung mit der Bank scheinen gut zu sein. Bei entsprechendem Druck sind neue Verträge zu wesentlich reduzierten Kreditkonditionen möglich. Die Banken wollen häufig Prozesse, über die die Presse negativ berichten könnte, vermeiden.

Veröffentlicht am 11. Juli 2008
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