Forward-Darlehen: Was sind Vor- und Nachteile?

Bei einem Forward-Darlehen gibt es einiges zu beachten, damit Sie keinen Nachteil daraus ziehen.

Wohnungs- oder Hausbesitzer, deren Baufinanzierung innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ausläuft, können sich bereits jetzt die Weiterfinanzierung sichern – zu einem Zinssatz, der sich derzeit auf niedrigem Niveau bewegt. Aber: Es gilt auch, die Nachteile eines Forward-Darlehens zu bedenken.

Wer jetzt ein Forward-Darlehen abschließt, profitiert von niedrigen Zinsen

Wer eine Immobilie finanziert, will wissen, was auf ihn zukommt und mit welchen festen Ausgaben er künftig verbindlich zu rechnen hat. Ein sogenanntes Forward-Darlehen abzuschließen, bevor der aktuelle Vertrag ausgelaufen ist, kann diese Sicherheit herstellen.

Die historische Niedrigzinsphase in der Baufinanzierung ist noch nicht vorüber und die Zinsen bewegen sich weiter auf einem sehr attraktiven Niveau. So bieten günstige Banken derzeit bei einer Sollzinsbindung von zehn Jahren bei 100 Prozent Auszahlung einen Effektivzins von unter drei Prozent.

Danach schlägt bei einem Prozent Tilgung die Neufinanzierung von 100.000 Euro nur mit 324,17 Euro monatlich zu Buche (bis 60 Prozent des Verkehrswertes). Dies gilt für alle Finanzierungen, die innerhalb eines Jahres zur Auszahlung kommen.

Beachten Sie auch die Nachteile von Forward-Darlehen

Es ist jedoch auch auf einen Nachteil einer vorzeitigen Verlängerung der Kreditfinanzierung, also eines Forward-Darlehens, aufmerksam zu machen. Auf Basis heutiger Konditionen vereinbaren Kunden die Anschlussfinanzierung und können ganz gelassen bleiben, sollte das Zinsniveau zum Beispiel wegen anziehender Konjunktur steigen.

Die Sicherheit hat allerdings ihren Preis: Bis zur Auszahlung des Forward-Darlehens berechnen Kreditinstitute monatlich meist einen Zinsaufschlag. Dieser Aufschlag beträgt bei einem Forward-Darlehen von 24 Monaten etwa 0,60 und bei 36 Monaten etwa 0,90 Prozentpunkte.

Es ist weiterhin zu beachten: Die Zinsen könnten theoretisch auch noch leicht fallen. Dann ist der Kunde trotzdem an das Forward-Darlehen gebunden. Andererseits: Diese Entwicklung ist im Moment unwahrscheinlich. Und gegen dieses Risiko steht der Vorteil, dass man mit einem Forward-Darlehen absolut auf der sicheren Seite ist. Teurer wird es dann auf gar keinen Fall.

Veröffentlicht am 16. März 2012