Forward-Darlehen aufnehmen: Baufinanzierung mit Weitblick

Bei niedrigem Zinsniveau bietet sich ein Forward-Darlehen an.

Sie wissen, dass Sie in absehbarer Zeit neues Baugeld benötigen werden, z. B. zur Anschlussfinanzierung der Immobilie? In Zeiten mit niedrigem Zinsniveau bietet sich zur Baufinanzierung ein Forward-Darlehen an. Damit können Sie nämlich das niedrige Zinsniveau für die Zukunft sichern.

Was ist ein Forward-Darlehen
Forward-Darlehen bedeutet: Der Immobilieneigentümer sichert sich bereits jetzt zu festgelegten Zinskonditionen ein Darlehen, das später – zum Beispiel in zwei oder drei Jahren – abgerufen wird.

Ein solcher Vorauskredit kommt also für jeden infrage, der bereits Immobilieneigentümer ist und deshalb in absehbarer Zeit eine Anschlussfinanzierung benötigt. Die Funktionsweise eines Vorauskredits ist vergleichsweise einfach.

Da endet die Zinsbindungsfrist eines Hypotheken-Darlehens zum Beispiel in zwei Jahren. Somit ist dann eine Anschlussfinanzierung erforderlich. Doch niemand weiß, wie teuer Baugeld zu diesem Zeitpunkt sein wird. Die Hypothekenzinsen können niedriger sein als heute, doch auch deutlich höher.

Berechnungsgrundlage für die Zinshöhe eines Forward-Kredits ist der aktuelle Baugeldpreis. Die Kredit gebende Bank erhebt darauf einen so genannten Forward-Zuschlag.

Dessen Höhe hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Zum einen vom Zeitpunkt, wann der Vorauskredit abgerufen wird. Faustformel: Je länger das noch dauert, desto höher ist der Zuschlag. Ein Forward-Kredit, der bereits in 24 Monaten abgerufen wird, ist deshalb in der Regel preiswerter als ein Darlehen, das erst – von heute aus gesehen – in vier Jahren zugeteilt wird.

Mehrere Angebote einholen
Zum anderen hat Einfluss auf die Höhe des Forward-Zuschlags oft auch die Wettbewerbssituation der Banken untereinander vor Ort. Empfehlenswert ist es deshalb, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen. Erfahrungsgemäß haben Eigentümer und Finanzierer eine gute Verhandlungsposition, wenn sie ihrer Hausbank ein besseres Angebot der Konkurrenz vorlegen.

Überdies sind so genannte Darlehensbroker, die mit zahlreichen unterschiedlichen Kreditgebern zusammenarbeiten, oft eine gute Adresse nicht nur für die Eigenheim-Finanzierung als solche, sondern auch beim geplanten Abschluss eines Forward-Darlehens.

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Veröffentlicht am 8. September 2011
Autor
experto.de